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Ab durch die Mitte: Für die Wilddogs mit Quarterback und Head-Coach Chris Treister (3. von rechts) geht es bald wieder rund. Foto: J. Keller
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Neu bei den Wilddogs: Hunter Kelley, Kevin Murphy und Devon Sanders (von links). Foto: Privat

American Football: Pforzheim Wilddogs gehen gestärkt ins Trainingslager

Pforzheim. Die Pforzheim Wilddogs befinden sich in den letzten Zügen der Saisonvorbereitung. Denn bereits am 6. April sind die Footballer in der Regionalliga Mitte zu Gast bei den Heilbronn Miners. Am 14. April ist das erste Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Stuttgart, die Silver Arrows. Für den letzten Feinschliff quartiert sich die Mannschaft an diesem Wochenende in der Sportschule Schöneck in Karlsruhe für ein Trainingslager ein. Mit dabei sind zwei neue US-Spieler und ein nicht ganz unbekannter Trainer.

Frische Verstärkung haben die Pforzheim Wilddogs auf der Position des Runningback geholt. Der 23-jährige Devon Sanders aus Chicago wird die Lauf-Offensive bereichern. Der Division-1-Spieler vom Western Illinois College bringt einiges an Erfahrung und Spielfreude mit. Für Sanders ist es das erste Mal im Ausland, doch die Wilddogs bereiteten ihm einen familiären Empfang. „Ich fühle mich hier wohl. Die Mannschaft ist wie eine Familie, Langeweile kommt da keine auf“, sagt er. Begeistert ist er auch von seinem Quarterback und Head-Coach Chris Treister, der ihn gefunden und nach Pforzheim geholt hat. „Chris ist super. Ich freue mich auf unser erstes Spiel.“

Devon Sanders kommt nicht alleine. Zusätzlich ist jetzt auch der dritte Import-Spieler der Pforzheim Wilddogs im Kader angekommen. Der 27-jährige Hunter Kelley aus Kirksville, Missouri, wird die Wilddogs als Linebacker und als Defensive End in der Verteidigung unterstützen. Für Kelley ist Deutschland nicht unbekannt. Er spielte bereits für das GFL1- Team der Düsseldorf Panther. Der Grund, jetzt nach Pforzheim zu kommen, war der Wunsch nach einer familiäreren Atmosphäre. „Die GFL1 ist ein richtiges Buisness, ich wollte aber auch mehr neben dem Platz machen und erleben. Die Betreuung bei den Wilddogs lässt das optimal zu. Ich unterstütze das Coaching in der Jugend und bin viel tiefer eingebunden. Ich kann mein Wissen weitergeben und erlebe mehr als nur Football zu spielen“, sagt Kelley.

Wie erwähnt, haben die Wilddogs noch einen Spezialisten in ihren Reihen. Für das O-Line Training ist Kevin Murphy aus Buffalo zu den Wilddogs zurückgekehrt. „Fühlt sich gut an, wieder hier zu sein. Ich fühle mich in diesem Team einfach wohl. Es macht Spaß und ich sehe alte Freunde wieder“, freut sich Murphy. Murphy war in der Meister-Saison 2017 der Head-Coach der Wilddogs. Damals schon lag sein Augenmerk auf der Linie. „An der Linie wird das Spiel entschieden. Die O-Line ist das Herzstück der Offense. Ohne Sie ist der Quarterback machtlos.“

Kevin Murphy leitet ein spezielles O-Line-Training unter Head-Coach Chris Treister in Abstimmung mit dem Offensive-Koordinator Tobias Scheurer. „Mit Kevin haben wir den besten Line-Coach, den wir kennen, bei uns. Ich bin froh, dass es ihm bei uns so gut gefällt und er extra für diese Aufgabe zurückgekommen ist“ so Wilddogs-Vorstand Kai Höpfinger.

Mit den drei Imports und dem US-Coach geht es für die Wilddogs ins Trainingslager nach Karlsruhe. „Wir haben noch knapp drei Wochen bis zum ersten Spiel. Die Mannschaft ist auf einem guten Weg. Ich sehe uns gut vorbereitet. Wir werden noch ein Trainingsspiel während des Camps haben. Danach wissen wir, wo wir stehen“, glaubt Head-Coach Treister.