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Fast wären die Pforzheim Wilddogs (in Blau) beim Auswärtsspiel gegen die Heilbronn Miners ins Straucheln geraten. Foto: Gienger
Fast wären die Pforzheim Wilddogs (in Blau) beim Auswärtsspiel gegen die Heilbronn Miners ins Straucheln geraten. Foto: Gienger
26.06.2017

American Football: Pforzheim Wilddogs weiter erfolgreich

Pforzheim. Die Pforzheim Wilddogs eilen weiter von Erfolg zu Erfolg. Der Football-Regionalligist besiegte am Samstag die Heilbronn Miners auswärts mit 40:21 – dabei war das Spiel aus Sicht der Wilddogs alles andere als ruhmreich. Die erste Halbzeit in Heilbronn war nicht das, was die mitgereisten Fans sehen wollten. Dabei trafen die Wilddogs als Tabellenersten auf ein Team im Abstiegskampf, das im Heimspiel noch mit 28:0 besiegt wurde.

Der Beginn war vielversprechend. William Lopez sorgte mit einem Lauf über Außen für die ersten Punkte der Wilddogs: 7:0. Nach einem starken Return der Gastgeber folgte deren Touchdown zum 7:7- Ausgleich. Doch die Pforzheimer Defense und auch die Offense taten sich ab sofort schwer. Der Eindruck eines zerfahrenen Spiels bestätigte sich am Ende des ersten Spielviertels in den Gesichtern der Zuschauer.

Rückstand zur Halbzeit

Auch im zweiten Spielviertel sollte es nicht wirklich vorwärtsgehen für die Gäste. Adam Redden sorgte mit einem 60-Yard-Pass von Quartback Ryan Stroud für den nächsten Touchdown, doch der Extrapunkt misslang. Somit führten die Pforzheimer mit 13:7. Beim nächsten Angriff verloren die Wilddogs den Ball. Heilbronn nutzte dies und holte sich mit einem langen Pass in die Endzone und mit sauberem Extrapunkt die Führung: Zur Halbzeit stand es 14:13.

In der Kabine fand ein unzufriedener Wilddogs-Headcoach Kevin Murphy klare Worte. Und seine Ansprache zeigte Wirkung. Sein Team setzte gleich mit einem Touchdwon-Pass auf Felix Dorn ein Zeichen. Der Versuch, mit einer Zwei-Punkte-Erhöhung den verlorenen Extrapunkt wieder aufzuholen, gelang allerdings nicht.

Die Miners legten nach, ein Pass später stand es für sie 21:19. Doch die Wilddogs drehten jetzt auf und fanden zu alter Stärke zurück. William Lopez sorgte mit einem Lauf über 60 Yards für die 26:21-Führung. Schock dann kurz vor dem Ende des dritten Spielviertels: William Lopez verletzte sich schwer am Fuß. Eine genaue Diagnose steht noch aus, doch die Saison ist für den zuverlässigen Punktesammler der Wilddogs wohl zu Ende.

Im letzten Spielviertel sorgte Torrance Brown mit einem 25- Yard-Lauf für das 33:21, Bryant Wade mit einem 50-Yard-Laufdann für den 40:21-Endstand. Getrübt wurde der Erfolg durch das zweite Personal-Foul durch Bryant Wade, der damit im kommenden Spiel daheim gegen die Holzgerlingen Twister nicht auf dem Feld stehen wird.

Headcoach Kevin Murphy war trotz des noch guten Ausgangs mehr als verärgert: „Diese Halbzeit hätte es nicht gebraucht. Gedanklich ist eine Siegesserie immer sehr gefährlich, vor allem gegen vermeintlich schwächere Gegner. Heilbronn hat sich hier als starker Gegner präsentiert und unsere Schwäche sofort genutzt.“ Die Wilddogs haben jetzt erstmal zwei Wochen Pause. Am 9. Juli geht es dann im Holzhof-Stadion gegen die Holzgerlingen Twister weiter.

Die Jugend der Wilddogs hat derweil bei den Ludwigsburg Bulldogs mit einem 44:0 ihre Siegesserie fortgesetzt.