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Standgehalten haben die Pforzheim Wilddogs (blaue Trikots) gegen den Tabellenführer aus Karlsruhe. Foto: J. Keller
Standgehalten haben die Pforzheim Wilddogs (blaue Trikots) gegen den Tabellenführer aus Karlsruhe. Foto: J. Keller
23.07.2018

American Football: Starker Auftritt der Wilddogs gegen Spitzenreiter aus Karlsruhe

Pforzheim. Die Pforzheim Wilddogs haben den Klassenerhalt in der Regionalliga geschafft. Das American- Football-Team aus der Goldstadt schlug im heimischen Holzhofstadion überraschend den Tabellenführer Karlsruhe Engineers mit 41:38. Gleichzeitig kassierten zwei Konkurrenten im Abstiegskampf Niederlagen. Und weil auch noch die Abstiegskandidaten Freiburg und Holzgerlingen aufeinandertreffen, ist Pforzheim mindestens der drittletzte Platz sicher.

Die Startbedingungen waren für die Wilddogs vor rund 700 Zuschauern aber alles andere als optimal. Viele Stammspieler waren immer wieder verletzt. „Unsere Defense-Line bestand aus einem harten Kern und musste auf Auswechselspieler verzichten. Es gab schon bessere Startformationen“, so Abwehr-Coach Bernd Schmitt.

Die Karlsruher sind gefürchtet für ihr starkes Laufspiel um den Runningback Cato Zoua (Nummer 88). Die ersten beiden Ballbesitze der Gäste führten dann auch direkt zu Punkten. 0:14 stand es nach dem ersten Viertel und im Pforzheimer Lager begann man, sich Sorgen zu machen.

Dann aber brachte Dominick Pfitzenmeier die ersten Punkte für die Wilddogs auf die Anzeigentafel, Dominick Gienger verwandelte den Extrapunkt souverän zum 7:14. Nach einem Karlsruher Fieldgoal stand es 7:17, Zemarkus Green erlöste die Zuschauer mit einem Kick-Off-Return-Touchdown zum 14:17 ehe Zoua den Engineers-Vorsprung zum 24:14-Halbzeitstand ausbaute.

Gute zweite Halbzeit

Nach der Pause ging es für Pforzheim gut los. Sebastian Taylor fing eine Interception und Ballfänger David Gauß bekam den Ball kurz darauf in der Endzone. jetzt waren die Wilddogs auf 21:24 dran. Angefeuert von den Zuschauern wuchs jetzt die Pforzheimer Abwehr über sich hinaus, Zemarkus Green brachte dann die Wilddogs mit 27:24 erstmals in Führung.

Das letzte Viertel brach an und der Krimi begann. Erst legte Karlsruhes Nummer 88 noch einmal den Ball in die Endzone, der Extrapunkt wurde aber geblockt (27:30). Marvin Lautermann holte den Vorsprung wieder zurück, 34:30, doch die 88 ließ nicht locker und mit einer Zwei-Punkte-Erhöhung stellten die Gäste den Vorsprung auf 38:24. Weniger als zwei Minuten waren noch zu spielen, als Quarterback Chris Treister seine ganze Finesse und Erfahrung zeigte. 15 Sekunden vor Schluss fing Christopher Herr den Ball in der Endzone, 41:38 stand es nun für die Wilddogs. 15 Sekunden können aber verdammt lang sein im Football. Die Engineers schafften es dank Strafen noch einmal bis kurz vor die Wilddogs-Endzone, doch der letzte Pass ging ins Nichts.

Der Jubel im Holzhof war unbeschreiblich. „Der Sieg war wichtig und er wäre ohne unsere Fans nicht so möglich gewesen. Ich bin begeistert von der Stimmung und diesem Spielverlauf. Ich bin im letzten Viertel zwar mehrere Tode gestorben, aber das Ergebnis zählt“, freute sich der Wilddogs-Vorsitzende Kai Höpfinger. Auch Michael Lang, der in diesem Spiel seinen Abschied als Spieler und den Beginn seiner Trainerlaufbahn bekanntgab, war mehr als begeistert. „Training und Wille haben sich heute ausgezahlt. Ich bin sehr glücklich, ein Teil dieses Teams zu sein.“

Jetzt müssen die Pforzheimer zum Abschluss am 4. August noch beim Tabellenletzten Weinheim antreten.

Im Vorspiel besiegte die U19 der Wilddogs den Nachwuchs der Engineers mit 48:0. Luca Hirschberger (3), Hendrik Patzwald, Eric Köhn Marvin Pludra und Malik Williams sorgten für die Touchdowns.