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Nur schwer zu stoppen war Pforzheims Runningback Bryant Wade (Mitte) beim Heimerfolg gegen die Karlsruhe Engineers.
Nur schwer zu stoppen war Pforzheims Runningback Bryant Wade (Mitte) beim Heimerfolg gegen die Karlsruhe Engineers.
15.05.2017

American Football: Wilddogs Pforzheim gewinnen auch ihr drittes Spiel in der 3. Liga

Die Pforzheim Wilddogs bleiben in der 3. Liga Südwest auf Erfolgskurs. In einem packenden Spiel besiegten die Wildhunde die Engineers aus Karlsruhe 35:18 (14:12). Bei strahlendem Sonnenschein wurde dem Zuschauer alles geboten, was American Football ausmacht.

Für den Tabellenführer war es der dritte Erfolg im dritten Spiel. Hatte das Team sich in den beiden ersten Spielen mit einen großen Anzahl von Strafen selbst Probleme bereitet, spielte man dieses Mal deutlich souveräner.

Erfolg im zweiten Anlauf

Vor knapp 700 Fans kamen die Pforzheimer im Holzhofstadion gleich mit ihrem ersten Ballbesitz bis knapp vor die Karlsruher Endzone. Ein Touchdown von Bryant Wade wurde zwar wegen einer Strafe noch annulliert, doch Adam Reddens Touchdown im Anschluss war gültig. Der sichere Kicker Marvin Loth erhöhte auf 7:0.

Die Antwort der Gäste kam prompt. Mit wenigen Spielzügen waren sie tief in der Hälfte der Wilddogs und Lukas Klima sorgte für deren ersten Touchdown der Gäste. Beim Extrapunkt versuchten es die Gäste mit einer extravaganten Aufstellung – fast alle Spieler standen auf der linken Seite. Doch die Wilddogs ließen sich nicht verwirren und verhinderten den Zusatzpunkt. So stand es 7:6.

Sehenswert dann der anschließende Kick-off-Return. Dustin Heidt hatte zunächst Probleme, den Ball aufzunehmen, startete dann aber durch die Mitte durch, lief allen Verfolgern davon – schon stand es 14:6.

Im zweiten Viertel neutralisierten sich beide Teams zunächst. Auch eine Interception durch Nicholas Schönbach konnte nicht in Punkte umgewandelt werden. Ein schlechter Punt der Wilddogs ebnete dann den Weg für die Engineers, Markus Weißer fing den Pass in der Endzone zum 14:12. Wieder konnten die Karlsruher den Extrapunkt nicht verwandeln.

Die zweite Halbzeit eröffneten die Gastgeber mit einem schnellen Touchdown – dieses Mal zählten die Punkte durch Bryant Wade (21:12). Doch die Gäste antworteten prompt mit dem Touchdown zum 21:18, wieder über Markus Weißer, wieder ohne Extrapunkt (geblockt). Die Pforzheimer aber ließen sich nicht beirren. Zum Ende des dritten Viertels fing Felix Dorn einen Touchdown-Pass in der Endzone und baute die Wilddogs Führung auf 28:18 aus.

Unter Druck zum Touchdown

Zu Beginn des letzten Spielviertels gelang Jeremy Wenz dann der erste Quarterback-Sack der Gastgeber. Beim folgenden Wilddogs-Ballbesitz wurde Quarterback Ryan Stroud zwar von den Gästen aggressiver unter Druck gesetzt. Doch selbst, als er bereits einen Gegenspieler am Trikot hatte und im Fallen begriffen war, brachte er den Pass zu Adam Redden an und der sorgte für den 35:18-Endstand auf dem Holzhof.

„Das Spiel bot alles, was Football ausmacht. Es war spannend, es war auf Augenhöhe und es war hochemotional“, so Wilddogs-Vorstand Kai Höpfinger Ebenfalls zufrieden ist Head-Coach Kevin Murphy. „Wir haben die Strafen in den Griff bekommen, und gezeigt, dass wir abwechslungsreichen und begeisternden Football spielen.“ für Unterhaltung hatte in der Halbzeitpause die Bauchtanzschule Mayyadah mit ihrer Aufführung gesorgt.

Die Pforzheimer haben jetzt eine Woche Pause, ehe am 28. Mai Aufsteiger Freiburg Sacristians im Holzhofstadion gastiert.

Die Jugend der Wilddogs hat ihr Auswärtsspiel bei den Albershausen Crusaders deutlich mit 50:6 gewonnen.