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In der Doppelrolle als Quarterback und Spielmacher ist künftig Chris Treister gefordert. PZ-Archiv, J. Keller

Angriffslustige Wilddogs Pforzheim: Sechs Fragen, sechs Antworten zum Saisonstart der Footballer

Pforzheim. In der Saison 2017 waren die Pforzheim Wilddogs Meister in der Regionalliga Süd, der dritthöchsten deutschen Spielklasse im American Football. Ein Jahr später ging es lange gegen den Abstieg. Was bringt die neue Spielzeit, die am heutigen Samstag mit einer Begegnung bei den Heilbronn Miners beginnt und eine Woche später daheim gegen Aufsteiger Stuttgart Silber Arrows fortgesetzt wird? Die Pforzheimer Zeitung beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Team.

Was ist neu bei den Wilddogs?

Einiges, vor allem im Trainerteam. Chefcoach ist mit Chris Treister ein alter Bekannter. Der 30-Jährige spielt seit 2015 Quarterback bei den Wildhunden. Weil er weiter auch als Spielmacher auf dem Platz stehen wird, braucht er starke Unterstützung von der Seitenlinie. Die bekommt er von Tobias Scheurer (Offensive Coordinator) und Michael Lang (Defensive Coordinator) ebenso wie von Kevin Murphy, der vor zwei Jahren Cheftrainer der Wilddogs war, jetzt zurückgekehrt ist und sich vor allem um die Offensive Line kümmert. Die Spielzüge wird vorwiegend Tobias Scheurer ansagen.

Sind die Wilddogs stärker als vergangene Saison?

Davon ist Kai Höpfinger überzeugt. Große Stücke setzt er auf die US-Importe Devon Sanders (Runningback), Hunter Kelley (Linebacker, Defensive End) und John Harris, der sowohl defensiv (Backfield), offensiv (Runningback) und in den Special Teams (Returner) eingesetzt werden kann. Mit dem kraftvoll laufenden Sanders und dem eher wendigen Harris sieht Höpfinger das Team variabel. Zusammen mit Chris Treister, einem Quarterback, der jede gegnerische Defensive zerlegen könne, sieht Höpfinger das Team gut aufgestellt. „Ob Lauf oder Pass, wir sind für jeden Gegner schwer auszurechnen.“

Könnte die Doppelbelastung als Spielmacher und Cheftrainer Chris Treister nicht überlasten?

Das glaubt Kai Höpfinger nicht. Er kommt geradezu ins Schwärmen, wenn er von seinem Quarterback spricht, der nun bereits seit vier Jahren in Deutschland ist, die Sprache sehr gut beherrscht und als Projektmanager in einer Firma auch beruflich Fuß gefasst hat. „Er ist sehr ehrgeizig, hat an sich einen sehr hohen Anspruch. Dabei ist er kein Selbstdarsteller, keine Diva. Er genießt unglaublich viel Respekt im Team, auf und neben dem Platz.“ In der Zukunftsplanung des Vereins spielt der 30-Jährige eine wichtige Rolle. Er soll für Kontinuität sorgen und dafür, dass der Verein eine eigene „Spielphilosophie“ entwickeln kann, bei der Eigengewächse zunehmend eine wichtige Rolle spielen. Das sei nicht gewährleistet, wenn es, wie in den vergangenen Jahren, häufige Trainerwechsel gibt.

Lauf- oder Passspiel – wo liegt bei den Wilddogs der Schwerpunkt?

Kai Höpfinger sieht seine Mannschaft dank eines guten und erfahrenen Quarterbacks eher als Passteam, weiß aber auch, dass das neue Runningback-Duo Sanders/Harris viele Optionen für den Lauf bietet. Auch in der Defensive könnte Flexibilität Trumpf sein. Abwehrmann Hunter Kelley könnte bei einer 4-3-Formation den Defensive End geben, habe aber auch bei einer Aufstellung mit nur drei Linespielern und vier Linebackern als Blitz-Spieler Stärken. Kelley spielte in Düsseldorf bereits in der GFL1, der Football-Bundesliga.

Wer sind die Favoriten in dieser Regionalliga-Saison?

Als Topfavorit gilt Zweiliga-Absteiger Albershausen Crusaders. Dahinter erwartet Kai Höpfinger neben dem eigenen Verein die Karlsruhe Engineers, Holzgerlingen Twister und die Weinheim Longhorns im Kampf um die Plätze. Albershausen als Absteiger und Stuttgart als Aufsteiger sind neu in der Liga, dafür sind die Freiburg Sacristans und die Biberach Beaver nicht mehr dabei.

Was ist bei den Wilddogs-Heimspielen geboten?

Das übliche volle Programm mit Cheerleadern, Guggemusik und typisch amerikanischem Essen. Wie immer sollen die Heimspiele ein buntes Fest für die ganze Familie sein. Vergangene Saison hatte das Team meist zwischen 700 und 900 Besucher auf dem Holzhof. Wenn es gut läuft, will Höpfinger in diesem Jahr öfter die 1000er-Marke knacken.

SPIELPLAN: TERMINE DER WILDDOGS PFORZHEIM

Samstag, 6. April, 15.00 Uhr

Heilbronn Miners – Pforzheim Wilddogs

Sonntag, 14. April, 15.00 Uhr

Pforzheim Wilddogs – Stuttgart Silver Arrows

Sonntag, 28. April, 15.00 Uhr

Pforzheim Wilddogs – Holzgerlingen Twister

Sonntag, 12. Mai, 15.30 Uhr

Weinheim Longhorns – Pforzheim Wilddogs

Sonntag, 26. Mai, 15.00 Uhr

Pforzheim Wilddogs – Albershausen Crusaders

Samstag, 8. Juni, 16.00 Uhr

Pforzheim Wilddogs – Karlsruhe Engineers

Samstag, 22. Juni, 19.00 Uhr

Stuttgart Silver Arrows – Pforzheim Wilddogs

Samstag, 29. Juni, 16.00 Uhr

Holzgerlingen Twister – Pforzheim Wilddogs

Samstag, 6. Juli, 16.00 Uhr

Karlsruhe Engineers – Pforzheim Wilddogs

Sonntag, 21. Juli, 15.00 Uhr

Pforzheim Wilddogs – Heilbronn Miners

Sonntag, 28. Juli, 15.00 Uhr

Albershausen Crusaders – Pforzheim Wilddogs

Samstag, 3. August, 16.00 Uhr

Pforzheim Wilddogs – Weinheim Longhorns