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Karlsruher SC

Anton Fink tat im entscheidenden Moment genau das Richtige und rettete dem Karlsruher SC mit seinem Tor zum 1:1 gegen den FSV Zwickau ein Remis im ersten Heimspiel des KSC. Foto: Ripberger
Anton Fink tat im entscheidenden Moment genau das Richtige und rettete dem Karlsruher SC mit seinem Tor zum 1:1 gegen den FSV Zwickau ein Remis im ersten Heimspiel des KSC. Foto: Ripberger © Ripberger
05.08.2018

Anton Fink rettet Karlsruher SC in letzter Minute vor Pleite bei Heimspielpremiere

Karlsruhe. KSC-Trainer Alois Schwartz erinnerte bei der Vorschau aufs Spiel gegen den FSV Zwickau an die Urlaubszeit und die Hitze. Obendrein sind die Sachsen nicht besonders zugkräftig. Dabei hatte das Publikum im Wildparkstadion über eine halbe Stunde lang den Tabellenführer der 3. Fußball-Liga gesehen. Doch der Last-Minute-Treffer von Anton Fink ließ den FSV auf Platz zwei rutschen und rettete den KSC vor einer Pleite im ersten Heimspiel.

Die erste Hälfte des Matches blieb torlos. Dann schoss Davy Frick in der 57. Minute das 1:0 für Zwickau. Der Karlsruher SC agierte glücklos und manchmal auch etwas hilflos. Der Ausgleich wollte einfach nicht fallen.

Auf den Rängen dachte der ein oder andere KSC-Fan schon mit Entsetzen an den Fehlstart in der vergangenen Saison, als die Badener Dauergast im tiefsten Tabellenkeller waren, bevor es dann steil nach oben ging. Doch dieses Mal hatte der KSC das Glück, das in der vergangenen Saison oft gefehlt hatte. Trainer Schwartz wechselte in der 78. Minute Anton Fink für Saliou Sané ein und Fink bedankte sich ein Dutzend Minuten später für das Vertrauen und versenkte den Ball im FSV-Netz. Das Tor in der 90. Minute rettete dem KSC das 1:1-Unentschieden und den 13. Tabellenplatz. Zwei Spiele – zwei Remis. Das ist jetzt kein Anlass zur Euphorie, aber auch kein Beinbruch. 

Die Zwickau-Fans jedoch hatten allen Grund, ein bisschen sauer zu sein. Wäre das Spiel ein paar Sekunden zuvor abgepfiffen worden, hätte der FSV die Tabelle der 3. Liga angeführt. So stehen die Sachsen nun mit zwei Punkten Rückstand auf dem zweiten Platz hinter dem FC Carl Zeiss Jena.

„Es gibt keine einfachen Spiele oder leichte Gegner“, hatte Schwartz vor dem Match davor gewarnt, die Gäste zu unterschätzen – auch in Erinnerung an den knappen 1:0-Heimsieg in der vergangenen Saison, für den Daniel Gordon mit einem Kopfballtor kurz vor der Pause sorgte. Die Warnung war berechtigt. 

Nach dem 1:1 beim Punktspielauftakt auswärts gegen Eintracht Braunschweig wollten die Karlsruher daheim nachlegen, um an die Heimstärke der vergangenen Saison anzuknüpfen. So richtig hat das noch nicht geklappt. Aber die Saison ist ja noch lang.

Die weiteren Spiele:

Der TSV 1860 München hat beim Heim-Einstand in der 3. Fußball-Liga einen deutlichen Sieg gefeiert. Im ausverkauften Stadion an der Grünwalder Straße setzten sich die Löwen am Samstag mit 5:1 (2:0) gegen die Sportfreunde Lotte durch. Eine Woche nach dem 0:1 gegen Absteiger 1. FC Kaiserslautern holte der Aufsteiger damit am zweiten Spieltag die ersten drei Punkte. Ihren zweiten Sieg im zweiten Spiel verpassten die Lauterer. Bei der SG Sonnenhof Großaspach reichte es nur zu einem 1:1 (1:1).

Besser machte es der FC Carl Zeiss Jena. Die Thüringer gewannen bei Preußen Münster mit 2:1 (2:0) und übernahmen mit sechs Punkten die Tabellenführung. Auf Platz zwei kletterte die SpVgg Unterhaching, die daheim allerdings nicht über ein 0:0 gegen den VfR Aalen hinauskam, und der FSV Zwickau. 

Aufsteiger KFC Uerdingen mit dem ehemaligen Bundesliga-Profi Kevin Großkreutz feierte mit einem 2:0 (0:0) beim puntklosen Tabellenletzten Würzburger Kickers den ersten Saisonsieg. Der Hallesche FC wartet ebenfalls auf die ersten Punkte: Gegen Fortuna Köln verlor das Team zuhause mit 1:2 (0:1).