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Auf Aufstiegskurs: Karlsruher SC siegt dank Pourié-Doppelpack

Karlsruhe. Neben dem zweifachen Torschützen Marvin Pourié war Benjamin Uphoff der entscheidende Mann beim 2:0-Sieg des KSC in Cottbus. Immer wieder prüften die feldüberlegenen Cottbusser den Torhüter des Karlsruher Fußball-Drittligisten. Uphoff machte aber selbst die größte Chance der Gastgeber zunichte, die der freistehende Dimitar Rangelov hatte (65.).

„In der ersten Halbzeit machen wir aus einer Chance ein Tor“, bilanzierte der Keeper. „Vielleicht müssen wir schauen, dass wir uns da nicht ganz so hinten reindrücken lassen.“

Führung lange Zeit glücklich

Tatsächlich war die frühe Führung bis zur 80. Minute eher glücklich. Cottbus hatte weit mehr Ballbesitz und zeigte gefällige Kombinationen, ohne sich dabei allerdings mehr als zwei, drei richtig gute Chancen herauszuspielen. Doch dann hatten die Badener allein in den Schlussminuten genügend Gelegenheiten, um das Spiel sogar noch mit vier oder fünf Toren Differenz zu gewinnen.

Am Ende stand nach dem zweiten Tor von Pourié ein 2:0-Sieg der Karlsruher zu Buche. Sie haben nun wieder fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang, liegen also wieder gut im Aufstiegsrennen. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir drei Punkte mitgenommen haben“, bilanzierte KSC-Trainer Alois Schwartz. „Wir hatten uns vorgenommen, nach dem schlechten Spiel am Mittwoch wieder die Kompaktheit zu erlangen, das hat gut geklappt.“

Dabei resultierte die frühe KSC- Führung aus dem guten Zusammenspiel der beiden besten Karlsruher Torschützen. Nach schöner Vorlage von Anton Fink (12 Saisontreffer), der einen langen Ball in den Lauf von Marvin Pourié (15 Tore) verlängerte, schloss der ab und traf zum 1:0 (5.). Doch anstatt gegen den erkennbar geschockten Tabellen-17. weiter Druck aufzubauen, überließ der KSC, bei dem Christoph Kobald den Vorzug vor Alexander Groiß auf der Doppel-Sechs erhielt, den Gastgebern Ball und Initiative. Die größte Chance der spiel- und kombinationsstarken Lausitzer in der ersten Hälfte ergab sich in der 21. Minute, als ein Schuss von Marcelo Costa de Freitas nach Zuspiel von Jürgen Gjasula nur um Zentimeter vorbeiging. Dann verfehlte Gjasula mit einem Freistoß aus 18 Metern das Gästetor nur knapp (40.).

An Karlsruher Gelegenheiten war hingegen nach dem Treffer im ersten Durchgang nur eine Szene zu notieren, und die war symptomatisch. Nach Zuspiel von Marvin Wanitzek auf Pourié verzögerte Karlsruhes Angreifer das Tempo, doch es dauerte zu lange, bis aus dem tief stehenden Karlsruher Block mögliche Anspielstationen nachgerückt waren. Pourié musste es also mit einem Verzweiflungsschuss versuchen, der dementsprechend deutlich im Aus landete (36.).

Im zweiten Durchgang hatte Energie dann die Chance, der FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem Spiel am meisten nachtrauerte. Nach Zuspiel von Viteritti hatte Rangelov freie Schussbahn, scheiterte aber eben an Uphoff (65.). Umso bitterer aus Cottbusser Sicht, weil Pourié wenig später seinen zweiten Treffer nachlegte. Nach Flanke von Burak Camoglu traf der KSC-Stürmer im Nachschuss zum 2:0 (76.).

Wanitzek (90.) und Manuel Stiefler (87./89.), der mit zwei Kopfbällen an der Latte und am Keeper Kevin Rauhut scheiterte, hatten daraufhin die große Chance, die Führung auszubauen. Doch ein noch deutlicherer Sieg des KSC hätte dem Spielverlauf dann auch wirklich Hohn gesprochen.