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Starker Auftritt: Marina Markovic (links) gegen Braines Nikolina Milic. Foto: Ripberger
Starker Auftritt: Marina Markovic (links) gegen Braines Nikolina Milic. Foto: Ripberger
15.12.2016

Auf Europa-Coup folgt Spitzenspiel für die Kelterner Sterne

Die Europa-Rundreise der Rutronik Stars Keltern geht weiter. Nach einer dramatischen Partie haben sich die Sterne trotz der abschließenden 68:69-Niederlage gegen Castors Braine für die K.o.-Runde im EuroCup qualifiziert. Den Ausschlag im erbitterten Kampf um Gruppenplatz zwei gab der direkte Vergleich: Das Hinspiel in Belgien hatten die Sterne aus Keltern mit 68:62 für sich entschieden.

Am Sonntag um 17.30 Uhr geht es jetzt in der Bundesliga weiter – mit dem Spitzenspiel gegen den TV Saarlouis. „Wir wollen ein sensationelles Basketball-Jahr erfolgreich abschneiden“, sagt Vereinschef Dirk Steidl. Die kurze Weihnachtspause wird dem Team guttun. Angesichts der jüngsten Doppelbelastung gehen einige Spielerinnen auf dem Zahnfleisch.

Wohin die nächste Reise Kelterns im EuroCup führt, war gestern noch nicht klar. Denn die letzten Entscheidungen des Wettbewerbes fielen erst gestern nach Redaktionsschluss.

Gegen Galatasaray Istanbul?

Vieles sprach dafür, dass Keltern als Achtelfinalist mit der schlechtesten Bilanz auf das Top-Team trifft – vermutlich Galatasaray Istanbul. Das trifft sich gut, denn die Mannschaft aus der türkischen Metropole war der erklärte Wunschgegner vieler in Keltern. Auch die französische Mannschaft von Etoille Charleville-Mezieres kommt als Gegner in Frage. Wenig Lust hätte man in Keltern auf den möglichen dritten Kontrahenten Girona Baskets. Gegen die Spanierinnen musste Keltern nämlich in der Vorrunden-Gruppe F schon zweimal ran. Den Verbleib auf Europas Bühne verdienten sich die Sterne mit einer starken physischen Leistung und am Ende vor allem mit einer starken Abwehr. „Wann wollt Ihr rennen, wenn nicht heute?“, hatte Trainer Christian Hergenröther seine Spielerinnen in einer Auszeit angestachelt. Und tatsächlich reichte es am Ende, den EuroCup-Sieger von 2015, der vergangene Saison sogar in der Euroleague gespielt hatte, aus dem Rennen zu werfen.

Dabei machte Keltern, als alles verloren schien, die letzten zehn Punkte der Partie. Wie eng es über 40 Minuten zuging, in denen beide Kontrahenten mit rund 35 Prozent eine schwache Trefferquote hatten, verdeutlichen zwei Zahlen: Zwölf Mal wechselte die Führung, elf Mal stand es unentschieden. Am Ende hatte Keltern viele Situationen mannschaftsdienlicher gelöst als der nominell eigentlich besser besetzte Gegner, der in Aufbauspielerin Julie Allemand (20 Punkte) die Topscorerin des Abends hatte.

Für Keltern bleibt nicht viel Zeit zum Durchatmen. Denn in der Bundesliga heißt es am Sonntag Zweiter gegen Dritter, wenn der TV Saarlouis in der Speiterling-Sporthalle in Dietlingen gastiert. Das Hinspiel hatte Keltern zum Saisonauftakt – damals noch nicht eingespielt – mit 72:88 klar verloren. Jetzt aber ist das Gästeteam durch den Ausfall von Spielmacherin Monique Smalls gehandicapt. Doch auch die Sterne müssen schauen, wie sie eine weitere Englische Woche wegstecken. Besonders das gegen Braine so starke serbische Duo Maja Vucurovic (15) und Marina Markovic (13) war zuletzt angeschlagen und müde.