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Zurück im Kader der SG Pforzheim/Eutingen ist Jan Wörner. Archiv foto: Hennrich 

Auf Handball-Drittligist SG Pforzheim/Eutingen wartet in Haßloch kein Freizeitpark

Pforzheim. Drittligist SG Pforzheim/Eutingen muss am Samstag bei der TSG Haßloch erstmals in dieser Saison auswärts ran. Dies wird aber keine Fahrt in den dortigen Freizeitpark, denn nach zwei Niederlagen und 0:4-Punkten stehen die Pfälzer, die für sich im Klassement einen Platz unter den ersten sechs Mannschaften beanspruchen, bereits in Zugzwang.

Die Pforzheimer hingegen sind noch ungeschlagen. „Wir sind keinesfalls Favorit“, sagt Pforzheims Coach Alexander Lipps und verweist vor allem auf den mit Borodovskis, Triebskorn und Seelos wurfstarken Rückraum der Pfälzer respektiert und auch die Qualitäten von Kreisläufer Lino Messerschmidt, der zuletzt beim TV Großwallstadt weiteren Schliff erhielt, sehr gut kennt.

„Etwas mitbringen“

Mit dem Respekt soll es dann aber auch genug sein. „Wir wollen von der Fahrt über den Rhein trotzdem Punkte mitbringen, das ist der Sinn des Spiels und das wollen wir immer“, stellt Lipps klar. Die vor Spannung und Dramatik sprühende Vorstellung am vergangenen Spieltag gegen Saarlouis gibt ihm auch das Recht auf solchen Anspruch, zumindest die 50 ersten Minuten. Die restlichen zehn Zeigerumdrehungen hat man zwischenzeitlich als weitere Reifephase des jungen sowie noch lernfähigen und -willigen Teams verbucht.

Im Treffen mit Saarlouis hat man sich freilich auch neue Verletzungen eingehandelt. Für Paul Lupus, der an diesem Freitag an der gerissenen Achillessehne operiert werden soll. Er wird länger fehlen. Und Pascal Kirchenbauer, der sich bei einem spektakulären Torschuss eine Handprellung zuzog, fällt ebenfalls aus. Dafür steht mit Jan Wörner im Rückraum wieder ein Linkshänder zur Verfügung. Der Ex-Ferndorfer war bereits gegen Saarlouis in der zweiten Hälfte in der Abwehr dabei, nachdem er auch den Druck des juristischen Staatsexamens los hat, kann die SG auf ihn in Haßloch auch wieder in der Offensive setzen.

Auf einen Einspruch gegen die Wertung des Spiels gegen Saarlouis (23:23) hat die sportliche Leitung der Eutinger nach reiflicher Überlegung verzichtet. Der Einspruch wegen eines Schiedsrichterfehlers wäre mit großer Wahrscheinlichkeit zwar erfolgreich gewesen. Aber ein dann wahrscheinliches Wiederholungsspiel hätte angesichts den Qualitäten des Gegners durchaus auch weniger als den nunmehr sicheren Punkt bescheren können.