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Kreisliga, wir kommen: Nach dem eindrucksvollen Titelgewinn in der A 1 geht der 1. FC Ispringen die neue Herausforderung zuversichtlich an. Foto: Ripberger/PZ-Archiv
Kreisliga, wir kommen: Nach dem eindrucksvollen Titelgewinn in der A 1 geht der 1. FC Ispringen die neue Herausforderung zuversichtlich an. Foto: Ripberger/PZ-Archiv
Treffsicher: Stürmer Daniel Reule erzielte 50 Saisontore. Foto: Becker/PZ-Archiv
Treffsicher: Stürmer Daniel Reule erzielte 50 Saisontore. Foto: Becker/PZ-Archiv
13.06.2017

Auf dem Weg in die Kreisliga macht Ispringen keine Kompromisse

In der Fußball-Kreisklasse A 1 Pforzheim hat am 1. FC Ispringen kein Weg vorbei geführt. Von 30 Spielen hat der FCI 26 gewonnen und nur drei verloren. Die starken 79 Punkte der Ispringer Fußballer sind nicht einmal einzigartig, der 1. FC Nußbaum kam 2012/2013 sogar auf 81, und auch die 78 Zähler, die der mittlerweile bis in die Verbandsliga aufgestiegene TuS Bilfingen 2013/14 schaffte, können sich sehen lassen. Besonderheiten an der Meistergeschichte der Ispringer sind jedoch eine makellose Rückrunde sowie 125:27 Tore.

Dass die Gegner derart oft den Ball aus dem Netz holen mussten, liegt vor allem an Daniel Reule. Dank eines Dreierpacks beim abschließenden 3:1-Auswärtssieg gegen den FC Alemannia Wilferdingen brachte es der frühere Profi auf 50 Treffer. 40 hatte sich Reule vorgenommen und mit Ispringens Sportlichem Leiter Joannis Tsetisnis um ein Essen gewettet. Nach 38 Erfolgserlebnissen habe der Stürmer die Wette dann erhöht und fortan die Marke 50 angepeilt, erzählt Michael Cycon. „Es hat ihn zum Schluss auch jeder, der im Strafraum war gesucht, damit er noch einen macht“, fügt FCI-Spielertrainer Cycon hinzu. „Er ist aber auch kopfballstark und vor allem mega-schussgewaltig“, schwärmt Mitspieler Nicolas Heck von Reules Qualitäten.

Im neuen Jahr aufgedreht

Wie die ganze Mannschaft legte auch Reule nach der Winterpause noch gewaltig zu. Von da an habe er es in 13 Spielen auf 30 Tore gebracht, rechnet Cycon vor, der sich freut, da weder Reule noch ein anderer Spieler die Ispringer verlassen will. „Vom Torhüter bis zur Nummer 18 hat alles gepasst“, stellt der Spielertrainer fest. Für die Kreisliga gibt Cycon schonmal „Platz vier bis acht“ als Ziel aus.

Fest steht, dass als junger Innenverteidiger Justin Pucher vom FV Göbrichen kommt. Nun hofft der 31-jährige Cycon unter anderem noch auf einen Mann fürs zentrale Mittelfeld, sprich, auf eine Alternative für sich selbst.

So positiv die ganze Saison ist, bei der Frage nach besonderen Partien, kommt Allrounder Heck auf den dritten Spieltag zu sprechen, als die Ispringer einen Schuss vor den Bug bekamen. Nach 9:0-Erfolgen beim FSV Buckenberg II und gegen die Fußballvereinigung 08 Mühlacker ging der FCI beim Konkurrenten FV Knittlingen mit 1:6 unter. „Da sind beim Gegner Tore gefallen, die normal nicht fallen. Bei uns ist es dagegen einfach nicht gelaufen“, erinnert sich Heck.

Der Motor stottert

Im Oktober stotterte der Motor nochmal: Bei Aufsteiger FV Lienzingen und dann gegen die Sportfreunde Mühlacker gab es ein 1:2. Allerdings war Ispringen in der A 1 auch nicht der Favorit schlechthin. Beim PZ-Meistertipp kam der FCI zwar auf zwölf Nennungen, doch auch einige andere – etwa Kreisliga-Absteiger FC Alemannia Wilferdingen – wurden genannt. Selbst strebten die Ispringer nur eine Verbesserung gegenüber Platz vier vom Vorjahr an.

Letztlich hatte das Cycon-Team den Titel bereits vor dem drittletzten Spieltag sicher. Nach einem 12:1 gegen Schlusslicht 1. FC Kieselbronn II samstags, ließ die Konkurrenten sonntags die entscheidenden Punkte. „Auf dem Sofa“ sei der FCI Meister geworden, sagt Spieler Heck. Spontan habe sich das Team dann im Clubheim versammelt und später in einer Gartenhütte weitergefeiert.

Saisonausklang in Düsseldorf

Nach Mallorca werden sich die Ispringer um „Ballermann“ Reule anders als 2016 nicht begeben. Stattdessen brechen sie am kommenden Wochenende in die Düsseldorfer Altstadt auf, die als „längste Theke der Welt“ gilt.