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Michael Schürg machte im Hinspiel gegen den KSV Baunatal drei Tore. Im Rückspiel sprangen für ihn unter anderem Doppeltorschütze Marc Schneckenberger ein. Der FC Nöttingen siegte 4:2.
Michael Schürg machte im Hinspiel gegen den KSV Baunatal drei Tore. Im Rückspiel sprangen für ihn unter anderem Doppeltorschütze Marc Schneckenberger ein. Der FC Nöttingen siegte 4:2. © Becker/PZ-Archiv
29.11.2014

Aufatmen im Abstiegskampf: FC Nöttingen besiegt KSV Baunatal 4:2

Könnte sich der FC Nöttingen seine Gegner aussuchen, würde bestimmt der KSV Baunatal auf der Liste stehen. Im Hinspiel gab es einen 4:1-Sieg und jetzt reichte es dem FCN auswärts zu einem 4:2-Erfolg, der gegen den Tabellenletzten auch dringend nötig war, um sich im Abstiegskampf etwas Luft zu verschaffen.

Dass es am Ende einen eindeutigen Sieg für die Nöttinger gab, erscheint nicht unbedingt selbstverständlich. Aktuell gleicht der Kader mehr einem Lazarett, denn einer schlagkräftigen Mannschaft. Zu den eh schon verletzten Sebastian Hofmann, Felix Zachmann, Sascha Walter, Holger Fuchs, Mario Hohn und Niklas Hecht-Zirpel haben sich in dieser Woche noch Torjäger Michael Schürg, Niko Dobros und Daniel Schiek gesellt. „Wir haben in dieser Woche mit elf Feldspielern und zwei Torhütern trainiert“, sagte Trainer Michael Wittwer vor dem Spiel. Umso bemerkenswerter ist der Erfolg beim KSV Baunatal.

Für Schürg, der beim Hinspiel-Sieg dreimal traf, sprangen der zweifache Türschütze Marc Schneckenberger, Thorben Schmidt und, wie schon im Hinspiel, Timo Brenner ein. Dass gleich sechs Tore fielen, hängt auch damit zusammen, dass in diesem Spiel die beiden schlechtesten Abwehrreihen aufeinander trafen.

Dass dies heute zu Ungunsten der Nöttinger laufen könnte, dachten einige Zuschauer wohl von der 22. Minute an. Da ging der KSV nämlich durch Tolga Ulusoy mit 1:0 in Führung. Doch der FCN wollte nicht kampflos die Punkte abgeben und drehte durch Tore von Marc Schneckenberger (1:1, 36. Minute) und Timo Brenner (1:2, 43. Minute) das Spiel. Die FCN-Führung so kurz vor dem Halbzeitpfiff schien den Baunatalern nicht zu schmecken. Mit seinem zweiten Treffer in der 63. Minute untermauerte Schneckenberger den Willen der Nöttinger, sich durch ein Drei-Punkte-Spiel an einen sicheren Nichtabstiegsplatz heranzupirschen.

Dass nur zwei Minuten später Jan Hanske der Anschlusstreffer gelang, machte die Sache zwar spannend, aber durch die gelb-rote Karte für Daniel Borgardt in der 73. Minute vermasselte sich der KSV Baunatal die Aufholjagd. Der FCN nutzte die neuen Räume, um in der 81. Minute durch Thorben Schmidt mit dem 4:1 alles klar zu machen.

Am Nikolaustag, 14 Uhr, im Panoramastadion kann sich der FC Nöttingen selbst ein Geschenk machen. Gelingt ein Sieg gegen den Drittletzten, den SVN Zweibrücken, der erst am Sonntag spielt, hat sich der FCN nicht nur vom Tabellenkeller etwas deutlicher abgesetzt, er kann auch mit dem sicheren Platz 13 (Eintracht Trier, drei Punkte Vorsprung) spekulieren.

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