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Das Mannschaftsfoto zur neuen Saison. Foto:dpa

Aufsteiger Karlsruher SC vor 2. Liga-Debüt gegen Wehen Wiesbaden

Karlsruhe. Die Euphorie ist da: 8500 Dauerkarten hat Aufsteiger Karlsruher SC für die Saison der 2. Bundesliga in der Baustelle Wildparkstadion verkauft. Für Sportdirektor Oliver Kreuzer ist es „einfach ein gutes Gefühl, wieder DFL-Mitglied zu sein“. Gestern präsentierte sich der Verein bei der Saisonpressekonferenz in den Räumen des Trikotsponsors Klaiber-Markisen in Forst. Die PZ gibt einen Überblick.

Die Zielsetzung: Gekommen, um zu bleiben – so könnte man kurz und knapp Karlsruhes sportliche Planung umschreiben. „Wir wollen einfach in der Liga bleiben“, sagt Präsident Ingo Wellenreuther und will damit allen, die schon wieder zum Träumen neigen, den Wind aus den Segeln nehmen. Trainer Alois Schwartz sieht „einen langen Weg in einer brutalen 2. Liga“. Mittelfristig will Wellenreuther den Club „stabil in der 2. Liga etablieren“. Mehr nicht. Alles andere könne man erst in Angriff nehmen, wenn das neue Stadion stehe.

Die Mannschaft: Um Marvin Pourié gibt es immer noch Abwanderungsgerüchte. Der Torjäger hat bei anderen Clubs Begehrlichkeiten geweckt, bis zum Ende der Wechselfrist Anfang September darf gezittert werden. Bislang ist die Aufstiegsmannschaft noch komplett beisammen. „Das Grundgerüst steht, und wir haben gute Neue, die uns weiterhelfen“, sagt Kapitän David Pisot. Von den Neuzugängen könnten Lukas Fröde (defensives Mittelfeld), Lukas Grozurek (rechte Außenbahn) und Philipp Hofmann (Sturm) zum Auftakt erste Wahl sein. Aber auch Dirk Carlson (Linksverteidiger) und Marco Djuricin (Angriff) werden über kurz oder lang Einsatzzeiten bekommen. Torhüter Marius Gersbeck hingegen muss sich hinten anstellen, denn Benjamin Uphoff bleibt die Nummer eins – da hat sich Alois Schwartz schon festgelegt.

Der Trainer: Hat rechtzeitig zum Saisonstart und fast nebenbei seinen Vertrag bis zum Sommer 2021 verlängert. „Wir haben uns kurz zusammengesetzt und schnell zusammengefunden“, beschreibt Alois Schwartz den Vorgang knapp und nüchtern. Er arbeite gerne hier in Karlsruhe. „Und meine Arbeit ist noch nicht zu Ende“, verspricht er.

Der Verein: Ist in Aufbruchstimmung, nicht nur wegen des Aufstiegs. Nach vielen Jahren hartem Ringen ist der Stadionumbau gestartet, der Verein hat sein Gelände erweitert. Die Fananleihe verkaufte sich wie geschnitten Brot, brachte 2,5 Millionen Euro ein. Und mit der beschlossenen Ausgliederung der Profiabteilung gelang ein „Quantensprung“ (Wellenreuther).

Die Liga: „Tolle starke Mannschaften“, „brutale 2. Liga“, „beste 2. Liga der Welt“, „hohe individuelle Qualität“ – das sind alles Zitate aus der gestrigen KSC-Pressekonferenz. Doch bange machen gilt nicht: „Die Vorfreude ist riesig. Dafür haben wir zwei Jahre hart gearbeitet“, sagt Kapitän Pisot und ist sicher, dass das Team die Klasse halten kann. Trainer Alois Schwartz sieht an der Spitze die vier Clubs mit den großen Namen (HSV, Stuttgart, Hannover, Nürnberg), dazu eine Überraschungsmannschaft. Dahinter gebe es „zwischen Platz 6 und Platz 18 nicht viel Luft“.

Der Auftakt: Auswärts beim Mitaufsteiger Wiesbaden-Wehen – blöder hätte es kaum kommen können. Dabei hat der KSC mit den Hessen noch eine Rechnung offen – Wehen war die einzige Mannschaft, gegen die die Badener vergangene Saison zweimal verloren haben. 2500 bis 3000 Fans werden das KSC-Team vermutlich zum Spiel am Sonntag (15.30 Uhr) begleiten.

Mögliche Aufstellung: Uphoff – Thiede, Pisot, Gordon, Roßbach (Carlson) – Lorenz, Fröde, Wanitzek, Djuricin (Camoglu) – Pourié, Hofmann