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Doppelte Siegerfaust bei den TSV-Jungs.
Doppelte Siegerfaust bei den TSV-Jungs.
Kommt in unsere Arme: Weilers Spieler feiern mit ihren Fans den Aufstieg in die Kreisliga. Becker
Kommt in unsere Arme: Weilers Spieler feiern mit ihren Fans den Aufstieg in die Kreisliga. Becker
05.06.2017

Aufstieg in die Kreisliga: TSV Weiler setzt sich mit 5:2 durch

Vor neun Jahren auf dem Pforzheimer Holzhof hatte in der Aufstiegsrelegation noch die Spvgg Zaisersweiher die Nase vorn. Doch diesmal, im erneuten Duell der beiden Vereine, triumphierten die A-Klassen-Fußballer des TSV Weiler mit 5:2 (2:0) und steigen nun in die Kreisliga Pforzheim auf. Nach dem Abpfiff vor rund 700 Zuschauern im Stadion des FC Ispringen gab es für die Kicker aus der Winzergemeinde kein Halten mehr. Selbst der ein oder andere Regenschauer am Samstag konnte die feucht-fröhliche Jubelstimmung nicht trüben.

Zunächst hatte es im Entscheidungsspiel um den Aufstieg nach einer klaren Angelegenheit für den Tabellenzweiten der Kreisklasse A 2 ausgesehen. Das TSV-Team von Trainer Uli Bock zeigte mehr Aggressivität und Zug zum Tor als der Gegner. Das gipfelte in der ersten Großchance: Dabei prüfte Sascha Augenstein „Zasch“-Torhüter Tobias Jäger aus spitzem Winkel. Der Nachschuss von Mittelstürmer Davide Giaffreda wurde auf der Linie abgeblockt. Aber schon bei der nächsten Aktion war die Führung fällig, als die gegnerische Abseitsfalle nicht funktionierte. Giaffreda zog auf und davon, umspielte den Torhüter und lochte zum 1:0 (27.) ein.

Zehn Minuten später erhöhte Torjäger Patrick Eberle zum 2:0, indem er eine ähnliche Unachtsamkeit nutzte und Schlussmann Tobias Jäger beim Eins-gegen-eins ebenfalls keine Chance ließ. Nur wenig später scheiterte Eberle zudem freistehend mit einem Lupfer. Bei der Spielvereinigung fanden Angriffsbemühungen bis dato nicht statt. Erst kurz vor der Pause feuerte Zaisersweihers Kapitän Robin Knothe einen gefährlichen Freistoßschuss ab, den Keeper Markus Eberle aus dem Torwinkel fischte. Wer zur Pause bereits an eine Vorentscheidung geglaubt hatte, sah sich aber getäuscht. Denn die Kicker aus dem östlichen Enzkreis stemmten sich anfangs der zweiten Spielhälfte vehement gegen die drohende Niederlage. Mit einem Solo durch den Strafraum bereitete Deniz Öztürk den Anschlusstreffer vor, bediente den mitgelaufenen Timo Schwarzbäcker, der weitere Gegner umkurvte und den Ball ins Eck schob. Die Weiler Defensive blieb wacklig. Dabei war es auch Markus Eberle zu verdanken, dass in dieser Phase nicht der 2:2-Ausgleich fiel. Zuerst parierte der TSV-Schlussmann gegen Robin Knothe und hatte anschließend das Glück des Tüchtigen, dass ein Flachschuss von Özkan Sasmaz vom Innenpfosten wieder zurück ins Feld sprang.

„Wir waren in der ersten Hälfte klinisch tot, haben nach der Pause aber noch einmal alles versucht“, lobte Zaisersweihers Trainer Alexander Wyrich. Doch die Sturm-und-Drang-Phase seines Teams wurde in der 66. Minute jäh gestoppt, als der auf Weiler Seite kurz zuvor eingewechselte Marco Diebold mit einem trockenen Linksschuss das 3:1 erzielte. Auch der zweite neue Mann, René Strengfeld, belebte das Offensiv-spiel der Kelterner über die Flügel, was Davide Giaffredo (73.) und Patrick Eberle (85.) mit entscheidenden Kontertoren zum 5:1 nutzten. Sekunden vor dem Schlusspfiff gelang Ilyas Öztürk per Foulelfmeter lediglich noch Ergebniskosmetik für Zaisersweiher. „In der Liga hatten wir zuletzt mit fast 30 Toren aus vier Spielen einen Riesenlauf und konnten diesen offensiven Schwung auch in die Relegation mitnehmen“, freute sich der Weiler Trainer Uli Bock. „Gleich nach der Pause haben meine Jungs zwar kurz den Faden verloren, sich danach aber wieder als hoch motivierte Einheit präsentiert.“