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Hoch hinaus ging’s für Sebastian Kienle schon in der Vorbereitung auf Fuerteventura.  privat
Hoch hinaus ging’s für Sebastian Kienle schon in der Vorbereitung auf Fuerteventura. privat
21.03.2016

Auftakt in Amerika: Sebastian Kienle startet mit drei Rennen in die Saison

Mit einem eindrucksvollen Wettkampf-Programm startet Ironman-Weltmeister Sebastian Kienle in die neue Triathlonsaison. Gleich drei Rennen hat sich der 31-jährige Triathlon-Profi aus Mühlacker in den USA vorgenommen, bevor er im Sommer bei den deutschen Höhepunkten im Kraichgau und der Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt an den Start gehen wird. Einmal mehr steht aber ein Ziel ganz oben auf der Wunschliste Kienles: der legendäre Ironman auf Hawaii am 8. Oktober.

Zwar zufrieden, aber nicht ganz glücklich ist Kienle im Moment: „Das Training lief super bisher, aber eine Grippe hat mich eine Woche außer Gefecht gesetzt“, verrät er einige Tage vor dem Abflug nach Amerika. Dort wartet ein straffes Programm. Nicht weniger als drei Ironman-70.3-Rennen hat er sich nach Rücksprache mit seinem Coach Lubos Bilek auferlegt. Drei Rennen über jene Distanz, auf der er sich bereits zwei Mal zum Weltmeister gekrönt hat: 1,9 Kilometer schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21,1 Kilometer laufen. Gewöhnlich braucht Kienle dafür weniger als vier Stunden. Vier Stunden, in denen er sich maximal verausgabt – in denen er an seine Grenze und darüber hinausgeht. Er selbst sagt, dass er sich am meisten über solche Siege freut, die er sich hart erkämpfen musste, in denen er seine Gegner regelrecht in die Knie zwingen muss. Kienle liebt den Showdown und er liebt es, Rennen zu gewinnen.

Nun also startet der ehemalige Europa- und Weltmeister in die neue Triathlonsaison. Am ersten April-Wochenende fällt beim 70.3 Oceanside in Kalifornien der erste Startschuss. Anfang Mai steht Kienle an der Startlinie des Ironman 70.3 St. George, kämpft dort um die nordamerikanische Meisterschaft, bevor er nur zwei Wochen später in Chattanooga, Tennessee, seine US-Tour beenden wird. Ein straffes, aber machbares Programm: „Am Ende mache ich den Sport, um mich in den Rennen zu zeigen und zu behaupten. Nach der langen Trainingszeit im Winter bin ich heiß darauf endlich wieder Wettkämpfe zu bestreiten“, gibt sich Kienle kämpferisch.

Im Sommer wird Sebastian Kienle beim Ironman Frankfurt, nach seinem Sieg im Jahr 2014, erneut nach dem Europameistertitel greifen. Zuvor unterzieht er sich im Land der 1000 Hügel beim 70.3 Kraichgau einem letzten Härtetest.

Nach all den Wettkämpfen und Strapazen in der ersten Saisonhälfte gilt die volle Konzentration, nach einer kurzen Erholungsphase im Sommer, den Weltmeisterschaften über die 70.3-Distanz, die dieses Jahr in Australien ausgetragen werden und im Oktober dann dem großen Saisonfinale: dem Ironman auf Hawaii.