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Anders als im Hinspiel ging Ceylans Freistoß im Rückspiel ins Tor. Foto: Becker, Archiv
Anders als im Hinspiel ging Ceylans Freistoß im Rückspiel ins Tor. Foto: Becker, Archiv
26.03.2017

Aus 0:2 mach’ 3:2: 1. CfR Pforzheim gewinnt gegen FV Ravensburg

Ravensburg. Irre! Anders sind jene Minuten am Samstag von 16.03 Uhr bis 16.10 Uhr im Ebra-Stadion zwischen dem FV Ravensburg und dem 1. CfR Pforzheim (3:2) kaum zu beschreiben: Elfer Ravensburg zum 2:0 (48. Minute), Anschluss CfR (50.), Ausgleich CfR (53.), Gelb-Rot Ravensburg (55.). Und dann, durchschnaufen? Von wegen! 13 Minuten später erzielt Pforzheim sogar den Siegtreffer.

Aber von vorne: Begonnen hatte das Verfolgerduell in der Fußball-Oberliga für den CfR denkbar schlecht: Mit zwei Gelben Karten auf der eigenen und zwei gefährlichen Standards auf der Ravensburger Habenseite. Landete Moritz Jeggles Abschluss nach einer Freistoßflanke (3.) noch über dem Gehäuse, ließ Rahman Soyudogru mittels Elfmeter das Netz wackeln 15.). Nach einem Ballverlust im Mittelfeld war ein Ravensburger auf CfR-Keeper Manuel Salz zugeeilt, der diesen zu Fall brachte.

In der Folge hielt Pforzheim körperlich und spielerisch dagegen. Trotz kleinerer Gelegenheiten auf beiden Seiten blieb es bis zur Pause beim 1:0. „In der Halbzeit haben wir einige Dinge angesprochen, die wir besser machen können“, berichtet CfR-Trainer Teo Rus. „Wichtig war, Ruhe zu bewahren und weiter unser Spiel zu spielen.“ Umso ärgerlicher sei dann das schnelle 0:2 gewesen: Nach einem Zweikampf entschied der Schiedsrichter gegen Pforzheims Denis Gudzevic. Ravensburgs Kapitän Steffen Wohlfarth nahm die Möglichkeit gerne an.

„Es macht mich stolz, dass die Mannschaft ruhig geblieben ist“, so Rus. „Und wie sie dann nach dem 0:2 zurückkam – das war überragend.“ Erst zog Daniel Schiek vom Strafraumeck ab, ein Gegner war noch dran, doch der Ball ist drin – nur noch 1:2. Dann kombinierten sich Tim Schwaiger und Dirk Prediger auf links durch, der flankte flach zwischen Torwart und Abwehrkette. Dort sprintete Dominik Salz hin, der mit seinem 13. Saisontreffer das 2:2 erzielt.

Nun war der CfR am Drücker – und der FVR verunsichert: Jeggle musste mit Gelb-Rot vom Platz, sein Trainer versuchte zu reagieren, wechselte zweimal aus. Doch auch das half nichts, als sich Fatih Ceylan (Rus: „Er hat einen goldenen Fuß“) auf der linken Seite, 18 Meter vor dem Tor, den Ball zum Freistoß zurechtlegte (66.): Anlauf. Schuss. Tor! Danach hätten Ernesto de Santis und Prediger den Sieg sogar noch in die Höhe schrauben können.