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FC Nöttingen

Die ersten Runden gedreht haben Nöttingens Oberliga-Kicker am Montag im Härter-Sportpark. Vorne in der Mitte Fitness-Coach Chris Gerhard. Foto: Koller
Die ersten Runden gedreht haben Nöttingens Oberliga-Kicker am Montag im Härter-Sportpark. Vorne in der Mitte Fitness-Coach Chris Gerhard. Foto: Koller
03.07.2018

Aus Alt mach Neu: Trainingsauftakt beim FC Nöttingen

Remchingen-Nöttingen. Jeder Fußballverein präsentiert zum Trainingsauftakt im Sommer neue Gesichter. Das ist auch beim FC Nöttingen so. Nur sind beim Remchinger Oberligisten die meisten der Neuen alte Bekannte. Das beginnt mit Trainer Michael Wittwer, der nach zweijähriger Auszeit wieder das sportliche Sagen beim FCN hat und mit Rainer Krieg auch gleich seinen ehemaligen Co-Trainer reaktivierte. Dritter im Bunde und ebenfalls neu ist Co-Trainer Norbert Kolbe, der früher ebenfalls viele Jahre das lila-weiße Trikot trug.

Aber auch von den drei Spielern, die zum Trainingsauftakt im Härter-Sportpark am Montag zur Mannschaft stießen, sind zwei Rückkehrer: Mittelfeldspieler Riccardo di Piazza trug bereits von 2008 bis 2013 und in der Saison 2014/15 das Nöttinger Trikot, Angreifer Jimmy Marton stieß bereits vergangene Saison zum FCN, wurde in der Winterpause dann an den SV Spielberg ausgeliehen, wo er Teamkollege von di Piazza war. So gesehen war beim Trainingsauftakt Torhüter Patrick Aust vom Verbandsligisten FC Bienwald das einzige neue Gesicht im Härter-Sportpark. Eigentlich soll der junge Schlussmann als Herausforderer für das gesetzte Torhüter-Duo Robin Kraski und Andreas Dups im Landesliga-Team aufgebaut werden. Dass er auch im Oberligakader gebraucht wird, zeigte gleich das erste Training, bei dem Kraski mit einer Eisbandage am gereizten Knie nach den ersten Laufrunden passen musste.

Den nächsten Neuzugang haben die Nöttinger inzwischen unter Dach und Fach. Vom hessischen Oberligisten FCS Lohfelden kommt Tolga Ulusoy. Der Mann fürs defensive Mittelfeld stammt aus der Jugend des Karlsruher SC, spielte in der Saison 2013/14 für den SV Spielberg, ging dann zum Regionalligisten KSV Baunatal. Auf der Sechserposition hatten die Nöttinger Bedarf, sich zu verstärken. Wittwer erhofft sich vom Neuzugang mehr Aggressivität auf der zentralen Position. Zudem könnte der Deutsch-Türke mit seinem linken Fuß dem Team auch bei Standards weiterhelfen.

In Sachen Saisonziel geht Nöttingen in die Offensive. Platz eins bis vier wird angepeilt. Michael Wittwer sagt: „Wenn ich irgendwo mitmache, dann will ich auch Erster werden.“

An seinen Zielen will Wittwer festhalten, sich selbst und seine Arbeit hat er in den vergangenen zwei Jahren seit dem Abschied von der FCN-Trainerbank hinterfragt. Differenzen mit der Mannschaft hatten im Frühjahr 2016 zur Trennung geführt. jetzt arbeitet man wieder zusammen, denn der Kader ist in großen Teilen gleichgeblieben. Wittwer glaubt an einen unbelasteten Neustart. „Ich bin nicht nachtragend“, stellt er von seiner Seite klar und räumt ein, dass sich gewisse Dinge einfach eingeschliffen hatten. Er werde weiterhin klar seine Meinung sagen, wolle aber nach den Spielen nicht mehr so emotional reagieren und sein Herz nicht mehr auf der Zunge tragen. „Aber ich verliere weiterhin nicht gerne. Und das wissen die Jungs auch“, sagt der alte und neue Trainer.