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Nieferns Fußballfrauen freuen sich auf die neue Saison. Hintere Reihe von links: Dilek Zengin, Viola Ochs, Nadine Weiß, Alessa Dürr, Kristin Allgaier, Luana Heinzl, Saskia Fabricius, Carina Schneider. Mittlere Reihe von links: Trainer Philipp Michalzick, Co-Trainer Tim Dopichay, Angelina Jüngling, Jeannette Martinez, Stella Müller, Chiara Keller, Anna-Lena Vollmer, Julia Schmelcher, Teammanager Heimo Wohlfahrt, Co-Trainer Karsten Scheffelmeier. Untere Reihe von links: Carolin Rauth,Vanessa Jakob, Anna-Lena Kunz, Alisa Geiger, Julia Hesse, Anja Berger, Alexandra Tsiotras, Miriam del Brio Gil und Elena Obert. Es fehlen: Lisa  Marie Bönisch, Julia Becker und Kelly Schindele.
Nieferns Fußballfrauen freuen sich auf die neue Saison. Hintere Reihe von links: Dilek Zengin, Viola Ochs, Nadine Weiß, Alessa Dürr, Kristin Allgaier, Luana Heinzl, Saskia Fabricius, Carina Schneider. Mittlere Reihe von links: Trainer Philipp Michalzick, Co-Trainer Tim Dopichay, Angelina Jüngling, Jeannette Martinez, Stella Müller, Chiara Keller, Anna-Lena Vollmer, Julia Schmelcher, Teammanager Heimo Wohlfahrt, Co-Trainer Karsten Scheffelmeier. Untere Reihe von links: Carolin Rauth,Vanessa Jakob, Anna-Lena Kunz, Alisa Geiger, Julia Hesse, Anja Berger, Alexandra Tsiotras, Miriam del Brio Gil und Elena Obert. Es fehlen: Lisa Marie Bönisch, Julia Becker und Kelly Schindele.
07.09.2016

Aushängeschild im Enzkreis: Frauenmannschaft des FV Niefern peilt in der Oberliga Platz fünf an

Niefern. Im Enzkreis ist der FV 09 Niefern das Aushängeschild im Frauenfußball. Kein anderes Team spielt so hochklassig wie die Mannschaft von Trainer Philipp Michalzick. Nachdem man die vergangene Saison auch aufgrund einer durchwachsenen Hinrunde auf Platz sieben beendet hat, will Niefern diesmal in der Oberliga bessere Resultate erzielen. Vor dem Saisonstart beantwortet die PZ die wichtigsten Fragen.

Was hat sich Niefern für die neue Spielzeit vorgenommen?

Die 09er peilen mindestens Platz fünf an. Dies sei realistisch, sofern man von Verletzungen verschont bleibe, sagt Michalzick. „Wenn es optimal läuft, können wir sogar oben angreifen“, gibt sich der Cheftrainer optimistisch und fügt an: „Ich freue mich auf die neue Saison.“

Wie lief die Vorbereitung?

Insgesamt hatten die Fußballerinnen aus dem Kirnbachtal eine „stabile Vorbereitung“, bilanziert Michalzick. „Zu Beginn waren urlaubsbedingt nicht alle Spieler an Bord.“ Doch mittlerweile habe sich die Mannschaft „formationstechnisch gefunden“, berichtet der 34-jährige Trainer und hebt auch die guten Testspielergebnisse hervor (4:2 gegen KIT Sport-Club, 7:0 gegen 1. SV Mörsch, 2:2 gegen TSV Münchingen I, 3:3 gegen FV Löchgau).

Welche Zu- und Abgänge verzeichnet Niefern?

Der Kader wurde für die neue Saison komplett zusammengehalten, dafür verpflichtete Niefern drei Neuzugänge. Die „Wunschtransfers“, wie Michalzick sagt, konnten bislang alle überzeugen und sind damit auch mögliche Startelfkandidaten für das erste Punktspiel.

Anja Berger: Die Torfrau kam von der SGS Essen, wo sie in der Spielzeit 2013/14 in der Bundesliga spielte. Davor kickte sie – ebenfalls in der ersten Liga – beim FSV Gütersloh. Nach Niefern wechselte die 24-Jährige, weil sie berufsbedingt nach Pforzheim zog, „da haben wir dann zugeschlagen“, freut sich Michalzick. Anja Berger ist erfahren, spielt hinten gut mit und strahlt Sicherheit aus.

Luana Heinzl: Die Defensivakteurin kickte zuletzt für den Ligakonkurrenten ASV Hagsfeld. Michalzick lobt besonders ihre körperliche Dynamik, ihr starkes Offensivspiel sowie ihre tolles Passspiel. „Sie sorgt auf dem linken Flügel für Tempo“, so Michalzick.

Miriam del Brio Gil: Die Spanierin wechselte wie Heinzl auch von der ASV Hagsfeld zum FV. „Sie hat sich am Anfang etwas schwergetan bei uns“, berichtet Michalzick über die Offensivspielerin. „Mittlerweile konnte sie jedoch Fuß fassen und überzeugende Leistungen abliefern. Nur an ihrem Torabschluss müssen wir noch etwas arbeiten.“

Was zeichnet die Mannschaft aus – wo ist noch Handlungsbedarf?

Michalzick: „Wir sind sehr gut im Ballbesitz, erarbeiten uns viele Chancen und lassen hinten wenig zu.“ Aus der schwachen Hinrunde in der vorigen Saison habe man viel gelernt. Diesmal will man erfolgreicher sein.

Ein „leidiges Thema“ bleibe jedoch der Torabschluss. „Wir haben Chancen, gehen aber zu fahrlässig damit um“, kritisiert der Nieferner Coach.

Wer ist Titelkandidat?

Für Michalzick, der in seiner aktiven Zeit als Spieler unter anderem für den FC Nöttingen und 1. FC Birkenfeld spielte, gibt es keinen klaren Favoriten, jedoch sieht er den Karlsruher SC ganz oben mit dabei.

Auf welche Spiele freuen sich die Nieferner Fußball-Frauen?

Vor allem auf die regionalen Derbys in Hagsfeld nächsten Sonntag sowie daheim gegen den Karlsruher SC am 25. September. „Gegen die haben wir noch eine Rechnung offen“, gibt sich Michalzick angriffslustig.

Wie sieht Coach Michalzick seine eigene Zukunft?

Der 34-Jährige ist seit 2010 Cheftrainer der FVN-Frauen, nachdem er in Niefern seine Karriere als Spieler beendet hatte und anschließend das „Projekt“ Frauenmannschaft übernahm. Trotz einiger Angebote anderer Vereine hält er den Kirnbachtälerinnen die Treue. „Man steckt da viel Herzblut in das Projekt, da sagt man nicht einfach ,Okay ich wechsle‘“, erklärt Michalzick, der sich bei den 09ern sehr wohl fühlt.