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Den Sprung Richtung Oberliga-Spitze hat die SG mit Tom Schlögl (rechts) beim 22:22 gegen Plochingen verpasst. Becker/PZ-Archiv 

Auswärts in Herrenberg: SG Pforzheim/Eutingen muss harte Nuss knacken

Pforzheim. Für Handball-Oberligist SG Pforzheim/Eutingen ist der sofortige Wiederaufstieg kein Muss. Doch dass die Mannschaft nach dem ersten halben Dutzend an Spielen nur 7:5-Zähler hat und lediglich im oberen Mittelfeld steht, hatten die „Macher“ der SG sicher nicht erwartet.

Am Sonntag könnte dem Team von Trainer Alexander Lipps die nächste Niederlage drohen: Die SG tritt dann bei H2Ku Herrenberg an. Das Team aus dem Gäu wird von vielen Kennern der Liga als die stärkste Mannschaft eingestuft. Bis zur Saison 2010/2011 waren die Herrenberger sogar in der 2. Bundesliga aufgelaufen.

Schienen die Pforzheimer nach dem Fehlstart in Willstätt angesichts von drei Siegen und des überzeugenden Erfolgs in Neckarsulm mit 6:2-Zählern in der Erfolgsspur, haben die folgende Niederlage bei der TSV Deizisau und das 22:22 vorige Woche gegen den TV Plochingen für Ernüchterung gesorgt. Vor allem, dass die SG in diesen beiden Partien nach Pausenführung nicht wieder ins Spiel fand, verunsichert. Überzeugende Phasen, die die Mannschaft zweifelsohne bot, gilt es nun endlich einmal über die gesamte Spielstunde abzuliefern. Gegen das ebenfalls hoch gehandelte Plochinger Team von Trainer Daniel Brack, einem früheren Bundesligaspieler dessen Vater Rolf den Erstligisten Frisch Auf Göppingen coacht, musste die SG in der Schlussphase einen Drei-Tore-Rückstand wettmachen und dann noch zittern, weil die Gäste die letzte Chance zum Angriff hatten.

Duell auf Augenhöhe

In der Herrenberger Markweghalle ist die SG zur ungewohnten Spielzeit am Sonntagabend um 18 Uhr Außenseiter. Doch wenn es läuft, können die Männer von Alexander Lipps in ihrer Klasse wohl jeden Gegner schlagen. Vom Testspiel her, das die Pforzheimer kurz vor der Runde beim nächsten Gegner bestritten, wissen die SG-Handballer, dass sie Herrenberg Paroli bieten können. Diese Partie war 26:26 ausgegangen.

H2Ku Herrenberg ist mit vier Siegen und 8:0-Punkten wunschgemäß gestartet, hat sich dann aber eine 32:37-Heimniederlage gegen Weinsberg erlaubt. Für die aus den Vereinen TV Haslach, HSV Oberjesingen-Kuppingen sowie VfL Herrenberg gebildete Spielgemeinschaft war es wichtig, dass mit Christian Dürner ein Routinier, der zu Zweit- und Drittliga-Zeiten Leitfigur war, nun wieder ihr Trikot überstreift. Mit Tobias Barthold steht ein weiterer Routinier aus besseren Tagen im Tor. Marvin Senger und Cornelius Maas sind die durchschlagskräftigsten Werfer des starken Gegners.

In der Oberliga der Frauen ist die TG 88 Pforzheim am Wochenende spielfrei.