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Als Stolperstein hat sich für Dirk Prediger (Mitte) und den 1. CfR Pforzheim zum Saisonauftakt in der Fußball-Oberliga der FV Ravensburg erwiesen. Noch höher dürfte die Hürde heute im Pokal gegen den Regionalligisten FCA Walldorf sein, Prediger könnte für diese Partie zudem verletzt ausfallen.  Foto: Becker 

BFV-Pokal: Nöttingen vor lösbaren Aufgabe, CfR fehlen gegen Walldorf Stammkräfte

Pforzheim. Welche Schätze ein Fußballverein heben kann, wenn er den Pokal des Badischen Fußball-Verbandes (BFV) gewonnen hat, das hat in den vergangenen Jahren der FC Nöttingen gezeigt. Dreimal zog der Oberligist aus Remchingen seit 2012 in den DFB-Pokal ein, bekam drei Erstligisten zugelost (Hannover 96, Schalke 04 und Bayern München). Das dürfte dem Verein rund 600000 Euro beschert haben.

Der Anreiz ist also groß, wenn am Mittwoch weitere Spiele im Achtelfinale des BFV-Pokals ausgetragen werden. Der FC Nöttingen hat allerbeste Chancen, wieder in das Viertelfinale einzuziehen. Beim Landesligisten TSV Michelfeld im Kraichgau wartet am Mittwoch (17.45 Uhr) eine lösbare Aufgabe. Die Nöttinger sind Favorit, waren zuletzt prima drauf. Dem Schlagerspiel im DFB-Pokal folgten ein 5:0-Erfolg im Badischen Pokal beim Landesligisten FV Brühl und ein 6:1 in der Oberliga gegen die SGV Freiberg. Das Team hat einen Lauf.

Einige CfR-Spieler fehlen

Ganz anders sieht es beim 1. CfR Pforzheim aus. Der Oberligist vom Holzhof empfängt nach dem 1:3 im ersten Oberliga-Spiel daheim gegen Ravensburg zum Schlagerspiel des Achtelfinales den Regionalligisten FCA Walldorf (19.00 Uhr). Trainer Teo Rus wird dabei kräftig durchwechseln. Teils gewollt, teils ungewollt. Denn einige seiner Stammkräfte fehlen: Domink Salz und Bogdan Cristescu sind gesperrt (die PZ berichtete), Marc Mägerle, Joao Tardelli (beide muskuläre Probleme) sowie Dirk Prediger (Leiste) sind angeschlagen. In der Abwehr wird Matthias Fixel sein Comeback feiern, auch junge Leute wie Tim Schwaiger könnten ihre Chance bekommen.

Die Position von Dominik Salz in der Spitze könnte Paljic übernehmen. Gegen Ravensburg war der Ex-Profi noch auf der Zehnerposition aufgelaufen.

Nach der Niederlage zum Punktspielauftakt hatte Rus in seinem Team die „fehlende Leichtigkeit“ bemängelt. „Vielleicht haben wir uns zu viel vorgenommen“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Tatsächlich gab es einige Ballverluste und Probleme im Spielaufbau, zumal die offensive Dreierkette im Mittelfeld, die komplett aus Neuzugängen bestand (Max Knorn, Paljic und Serach von Nordheim) selten Bindung zum Spiel fand. Da fehlten ganz offensichtlich noch die eingespielten Abläufe.

Teo Rus weiß um die Schwere der heutigen Aufgabe als Außenseiter. „Walldorf wäre auch Favorit gewesen, wenn wir mit der kompletten Mannschaft angetreten wären“, sagt der CfR-Coach. Doch sein Team soll auch ersatzgeschwächt seine Chance suchen: „Wir werden uns nicht verstecken. Wir haben etwas gutzumachen.“

Etwas einfacher dürfte es Michael Wittwer haben. Auch er wird durchwechseln. „Wir haben ja mehrere englische Wochen vor uns“, will der Nöttinger Trainer den Kräfteverschleiß so gering wie möglich halten. Die Spieler sollen ihren Teil dazu beitragen. Wenn das Achtelfinale so wie die Pokalspiele davor in Brühl (5:0) und beim FC Birkenfeld (6:1) mit frühem und beruhigendem Vorsprung verläuft, sollte das möglich sein. „Dann müssen wir nicht 90 Minuten höchstes Tempo gehen“, sagt Wittwer.