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Konzentration: Auf Oberliga-Spitzenreiter FC Nöttingen mit Trainer Dubravko Kolinger (4. von links) wartet eine spannende Aufgabe gegen die Profis vom Karlsruher SC. Foto: Ripberger, PZ-Archiv
Konzentration: Auf Oberliga-Spitzenreiter FC Nöttingen mit Trainer Dubravko Kolinger (4. von links) wartet eine spannende Aufgabe gegen die Profis vom Karlsruher SC. Foto: Ripberger, PZ-Archiv
14.09.2017

BFV-Pokal: FC Nöttingen freut sich auf den Karlsruher SC

Remchingen-Nöttingen. Im Pokal-Viertelfinale empfängt der FC Nöttingen am 4. Oktober den Karlsruher SC. Das Panoramastadion wird wohl ausverkauft sein. Der Titelverteidiger Nöttingen ist gegen die Wildpark-Profis jedoch nur ein Außenseiter.

In der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg, so scheint es zumindest, hat der FC Nöttingen derzeit keinen Gegner, der ihm das Wasser reichen könnte. Sechs Spiele, sechs Siege, lautet die aktuelle Bilanz. Das 3:0 (1:0) am Mittwochabend im Nachholspiel gegen den FC-Astoria Walldorf II war souverän herausgespielt und zu keiner Zeit in Gefahr.

Ein Gegner, der dem FC Nöttingen mit Sicherheit Paroli bieten kann, wartet indes im Pokal-Viertelfinale des Badischen Fußball-Verbandes (BFV). Am Mittwoch, 4. Oktober, 19,00 Uhr, gastiert der Karlsruher SC im Panoramastadion. Nicht mit seiner zweiten Mannschaft, wie sonst üblich, sondern mit seiner ersten Garnitur. Als Drittligist ist der KSC nämlich nicht automatisch für den DFB-Pokal qualifiziert: Er muss jetzt auch durch die Mühlen des Verbandspokals gehen. Wie schwierig das sein kann, bekam der Zweitliga-Absteiger am Mittwochabend beim Verbandsligisten Spvgg Neckarelz zu spüren. Beim knappen 2:1-Sieg hatte die Mannschaft des neuen Trainers Alois Schwartz deutlich mehr Mühe, als erwartet.

So gesehen kann sich der FC Nöttingen, erprobt in zahlreichen denkwürdigen Pokalschlachten und immerhin Titelverteidiger, sogar ein wenig Hoffnung auf ein Weiterkommen gegen den haushohen Favoriten machen. Der Rahmen wird jedenfalls stimmen. Das Panoramastadion wird mit 2300 Fans wohl ausverkauft sein. Tickets für den Pokalhit gibt es noch keine. „Das dauert noch etwa eine Woche“, sagt Nöttingens Sportchef und Vorstandsvorsitzender Dirk Steidl. Platz für 700 KSC-Fans wird es im Gästeblock geben. Natürlich ist die Partie ein Risikospiel mit erhöhtem Polizeiaufgebot.

Nöttingens Trainer Dubravko Kolinger ist dafür bekannt, den Ball verbal flach zu halten und immer nur von Spiel zu Spiel zu denken. „Klar, freue ich mich auf das Spiel gegen den KSC. Aber im Augenblick interessiert mich das herzlich wenig“, sagte der Chefcoach der Lilaweißen am Mittwochabend nach der erfolgreichen Regenschlacht gegen Walldorf II. Trotz der schwierigen äußeren Bedingungen kombinierte seine Mannschaft sehr gefällig, spielte die gegnerische Abwehr ein ums andere Mal schön aus und siegte am Ende hoch verdient. Am kommenden Montag (19.30 Uhr) kann der FCN seine komfortable Tabellenführung im Heimspiel gegen den SV Oberachern noch weiter ausbauen.

Auffällig war auch gegen Walldorf II, dass der FC Nöttingen vor der Saison offensichtlich gut eingekauft hat. „Da ist auch viel Glück dabei“, antwortet Dirk Steidl auf die Frage, wie das Scouting beim FC Nöttingen denn so abläuft. Leon Braun etwa hat beim FCN selbst angeklopft, Julian Kern kam über einen Tipp des Ex-Nöttingers Ricardo Di Piazza. Jimmy Marton war eine Empfehlung des Ex-Nöttinger Trainers Gerd Dais. Und bei Ernesto De Santis schlug der FC Nöttingen zu, als bekannt wurde, dass der 1. CfR Pforzheim den Spieler offenbar nicht mehr wollte

Es gibt aber nicht nur positive Nachrichten aus Nöttingen. Torhüter Robin Kraski, der seit Monaten an einer Rippenverletzung laboriert, stand kurz vor seinem Comeback, hat sich aber in dieser Woche im Training erneut an den Rippen verletzt. Dem 25-Jährigen droht jetzt wieder eine länger Zwangspause.