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FC Nöttingen

Einst machte er für die Frankfurter die Tore: Hier jubelt Edmond Kapllani nach seinem Treffer zum 3:2 beim Spiel gegen den VfL Bochum 2015. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
Einst machte er für die Frankfurter die Tore: Hier jubelt Edmond Kapllani nach seinem Treffer zum 3:2 beim Spiel gegen den VfL Bochum 2015. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
02.08.2018

BFV-Pokal: FC Nöttingen will gegen Spielberg Edmond Kapllani ausschalten

Remchingen-Nöttingen. Auf dieses Fußballfest freuen sich die Oberliga-Fußballer des FC Nöttingen und des SV Spielberg und viele Fans: In der Nöttinger Kleiner-Arena kommt es am Freitag, um 18 Uhr, zum ersten wirklichen Belastungstest in der neuen Saison.

In der dritten Runde um den Pokal des Badischen Fußballverbandes (BFV) geht es darum, welches Team sich für das Achtelfinale qualifiziert und sich damit die Option offen hält, im nächsten Jahr gegen einen ganz großen Club im DFB-Pokal anzutreten.

Schon gut eingefügt

Zumindest ein ehemals Großer im deutschen Profi-Geschäft soll am Freitag Akzente setzen – wenn es nach den Gästen aus dem Karlsbader Ortsteil geht. Edmond Kapllani zählte einst in Diensten des Karlsruher SC zu den treffsichersten Torschützen in der zweiten Bundesliga. Ihn holten die Spielberger vom SV Elversberg, dem Regionalligameister 2016/17. Schon in den beiden Vorbereitungsspielen gegen den Türkischen SV/GU Pforzheim und die zweite Nöttinger Vertretung traf der 41-malige albanische Nationalspieler je einmal.

Dennoch nehmen Spielbergs Sportvorstand Bernd Stadler und Trainer Tobias Winter von dem als spielendem Co-Trainer verpflichteten Star den Druck. „Er soll unsere jungen Spieler mitziehen. Es wäre schön, wenn er jetzt auch ein Tor erzielt. Das muss aber nicht sein“, meint Stadler. Und Trainer Winter will seine rechte Hand nicht auf Teufel komm raus stürmen lassen: „Wir werden nicht mit offenem Visier antreten.“

Michael Wittwer, der Trainer des FC Nöttingen, gibt zwar zu: „Wir wissen, was Kapllani kann. Er ist abgebrüht und erfahren. Wir haben aber keine Angst vor ihm.“ Denn der FCN-Coach weiß auch: „Fuchs und Brenner haben sich als Innenverteidiger sogar gegen Spitzenleute des FC Bayern München, Schalke 04 und Hannover 96 in den DFB-Pokalspielen behaupten können.“ Und diese Aufgabe sei auch nicht schwieriger.

Zur Furcht gibt es in dieser Generalprobe für die in einer Woche beginnende Oberliga-Saison auch keinen Grund. Zu stark sind die Nöttinger. Und Wittwer verspricht: „Wir können unsere beste Mannschaft aufbieten.“ Für ihn zählt nur das Weiterkommen.

Verletzungssorgen in Spielberg

Da plagen seinen Kollegen Winter ganz andere Sorgen: „Meine komplette Abwehr fällt aus mit Matthias Fixel, Stefan Müller, Nico Charrier, Alexander Schoch und Samuel Brunner. Da müssen die Jungen und Mittelfeldspieler hinten ran.“ Deshalb ist den SVS-Trainer völlig klar: „Wir sind krasser Außenseiter.“ Wittwer muss dagegen nur auf Dennis Schneider verzichten, der nach einer Oberschenkelzerrung am Mittwochabend erstmals wieder leicht trainierte.

Angesichts dieses „Spiels der Spiele“ in der dritten BFV-Pokalrunde hat es der CfR Pforzheim wesentlich einfacher, den Sprung ins Achtelfinale zu schaffen. Der TSV Amicitia Viernheim, der in der Mannheimer Kreisliga sein Dasein fristet, hat schon bessere Zeiten erlebt. Die drei Klassen höher angesiedelten Pforzheimer sollten keine Probleme haben, im Pokalwettbewerb zu überleben, wenn sie am Sonntag um 17 Uhr in Viernheim auflaufen werden.

Landesligisten gefordert

Spannung herrscht dagegen ob die beiden anderen Vertreter im verbliebenen Pforzheimer Pokal-Quartett die nächsten Hürden überspringen. Chancenlos sind jedenfalls die beiden Landesligisten FC Birkenfeld und FC Ersingen nicht, wobei allerdings Birkenfeld die härtere Nuss zu knacken hat. Birkenfeld muss sich gewaltig strecken, um auf eigenem Gelände (Sonntag, 17 Uhr), dem Verbandsligisten SG Heidelberg-Kirchheim Paroli bieten zu können. Was in den Kirchheimern steckt, haben sie schon beim 4:0-Pokaltriumph beim Verbandsliga-Rivalen SV Schwetzingen bewiesen. Sollte Birkenfeld die Überraschung gelingen, käme es im Achtelfinale zum nächsten Kracher: Dann dürfte der FCB den Sieger aus dem Duell Nöttingen gegen Spielberg empfangen.

Ein Duell auf Augenhöhe sollten sich die beiden Landesliga-Vereine VfB St. Leon und FC Ersingen liefern (Sonntag, 17 Uhr). Die Partie kann zugleich einen Hinweis liefern, ob die Landesliga Rhein-Neckar und die Landesliga Mittelbaden ähnlich stark sind, wurde doch St. Leon Vierter und Ersingen Siebter. Ersingen muss versuchen, Stefan Schneider auszuschalten, der zuletzt beim 3:0-Pokalsieg gegen die SG Hemsbach alle drei Tore schoss.