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Ganz lang macht sich BSC-Keeper Georg Uhlig bei diesem Wurf.   Ripberger
Ganz lang macht sich BSC-Keeper Georg Uhlig bei diesem Wurf. Ripberger
07.11.2016

BSC Wasserballer mit Punkteteilung im Hexenkessel

Mit einem ersten Ausrufezeichen sind die Zweitliga-Wasserballer des 1. BSC Pforzheim in die neue Spielzeit gestartet. Am Samstagabend erkämpfte sich die Mannschaft von Spielertrainer Kevin Schneider ein 14:14-Unentschieden (2:3, 6:4, 3:4, 3:3) gegen die SGW Leimen/Mannheim vor toller Kulisse im Emma-Jaeger-Bad.

Es war ein erwartet schwerer Auftakt für die BSCler, die seit ihrem Aufstieg vor fünf Jahren noch nie einen Zähler gegen den letztjährigen Vizemeister holen konnte. So begann die Partie auch etwas holprig, das erste Viertel ging noch mit 2:3 verloren. Doch mit einem starken Centerspiel konnten die Gastgeber immer den Anschluss halten. „Das Centerspiel hat super funktioniert. Wir mussten uns über diesen Weg die Tore erarbeiten, da die Mannheimer eine konsequente Pressdeckung spielten“, erklärte Kevin Schneider die Taktik. Centerspieler Stefan Bohnenberger wurde so mit fünf Treffern erfolgreichster Schütze an dem Abend. „Über weite Strecken haben wir das sehr gut und diszipliniert gespielt. Man hat gesehen, wie das Konzept von Kevin langsam Früchte trägt“, lobt der Kapitän.

Einen kleinen Durchhänger erlaubten sich die Goldstädter dann am Ende des dritten Abschnitts, der sich bis ins letzte Viertel durchzog. „Wir haben da ein wenig den Faden verloren und versucht, mit hektischen Einzelaktionen zum Torerfolg zu kommen“, kritisierte Schneider. Sein Bruder Marcel Schneider, der aufgrund eines Fingerbruchs noch bis Anfang Dezember ausfällt und daher als Trainer von außen agierte, sah das ähnlich: „Da waren noch ein paar Leichtsinnsfehler drin, aber am Anfang einer Saison ist das noch völlig normal. Mit ein wenig Glück kannst du es gewinnen, aber wenn es schlecht läuft, hast du das auch ganz schnell verloren.“ Vor allem Mannheims Neuzugang Mitko Nachev bereitete der Pforzheimer Abwehr mit seinen sieben Treffern Kopfzerbrechen.

Trainer und Spieler waren dennoch zufrieden mit der Punkteteilung. Noch mehr Freude bereitete ihnen aber die Stimmung beim ersten Heimspiel seit über einem Jahr im Emma-Jaeger-Bad. „Es war unglaublich! Die Tribüne war randvoll, einige Zuschauer mussten sogar stehen bleiben. Wir waren alle völlig begeistert“, schwärmte Kevin Schneider nach der Partie. Auch Kapitän Bohnenberger zeigte sich überwältigt: „Das Publikum war wirklich sensationell. Die Mannschaft bedankt sich für die großartige Unterstützung.“

Bereits am kommenden Sonntag geht es zum Schlusslicht der vergangenen Spielzeit, WV Darmstadt, bei dem ein Sieg wohl Pflicht sein wird.

BSC Pforzheim: Uhlig – Bohnenberger (5 Tore), Unsöld, T. Hammel, Höckele (1), Wottschel, K. Schneider, Busmann (1), Bornbaum, R. Müller, Sachs (4), Harnos, Marin (1)