nach oben
Einsatz fraglich: Manuel Mönch von der SG Pforzheim.   Becker, PZ-Archiv
Einsatz fraglich: Manuel Mönch von der SG Pforzheim. Becker, PZ-Archiv
07.09.2017

BW-Oberligisten SG und TG 88 müssen zum Auftakt auswärts ran

Pforzheim. In der Handball-Oberliga Baden-Württemberg starten die Drittliga-Absteiger SG Pforzheim/Eutingen (Männer) und TG 88 Pforzheim (Frauen) am Wochenende mit Auswärtsspielen in die neue Saison.

Der SG Pforzheim/Eutingen steht beim TV Willstätt gleich eine harte Prüfung bevor. Die Multi-Kulti-Truppe aus der Ortenau schloss die vergangene Spielrunde zwar nur auf Rang zwölf ab und ist damit nur knapp am Abstieg vorbei geschrammt. Das war aber Grund genug, dass man in Südbaden zwischen den Runden Tabula rasa machte. Nicht nur die Mannschaft wurde rund erneuerte. Auch die Trainerbank mit Marcus Simowski, der mit Niederwürznach in der 1. Bundesliga spielte und nun aus dem Saarland in die Ortenau anreist, ist neu besetzt. Mit den beiden Franzosen Florian Fessler und Regis Matzinger, die in Frankreichs 2. und 3. Liga aufliefen, haben die Ortenauer, die im Jahre 2002 sogar in der 1. Bundesliga spielten, auch über dem Rhein wieder einen Fischzug unternommen.

Bei allem Respekt vor einem nicht zu unterschätzenden Gegner fährt Alexander Lipps mit seinen Mannen am Samstag mit Erwartungen in der Ortenau an. Die Kondition ist in schweiß-treibender Vorbereitung erarbeitet, die Mannschaft ist fit und selbstbewusst und darüber hinaus war die Hanauerlandhalle für seine Truppe fast immer eine gute Adresse. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Manuel Mönch. Ob der Routinier, der sich nach der Runde einer Sehnenoperation an der Wurfhand unterziehen musste, auf den Punkt fit wird, ist noch offen. Aber selbst wenn Mönch ausfallen sollte, hat Trainer Alexander Lipps gerade im Rückraum gute Alternativen.

TG 88: Starke Neuzugänge

Die Frauen der TG 88 Pforzheim gehen nach einer Spielrunde, in der wirklich alles daneben gelaufen ist, mit berechtigten Hoffnungen in die neue Runde in der BW-Oberliga. Nicht nur im Tor ist man mit Aylin Bertsch, die bereits in der vergangenen Spielzeit in die Fritz-Erler-Halle wechselte, dann aber mit Kreuzbandriss ausfiel, sondern auch mit Jasmin Scheid, die vom Drittligisten TSV Kandel kam, wieder stark besetzt. Und mit dem Wiedereinsatz von Eigengewächs Lisa Rapp, die ebenfalls zu den Kreuzbandgeschädigten der Vorsaison gehörte, ist kurzfristig zu rechnen.

Zur Freude der 88er-Fan-Familie hat Supertechnikerin Justine Stindl, die auch charakterlich zu den 88-erinnen passt, wieder ihren Spielerpass im Schlupf abgegeben. Und mit der groß gewachsenen Dina Versakova, Ehefrau von TGS-Stütze Maris Versakovs, die in Norddeutschland in der 3. Bundesliga spielte, haben Anika Hentschel, Alice Steegmüller und Spielmacherin Stefanie Kurstak im Rückraum wertvolle Unterstützung und Entlastung bekommen.

Ganz wichtig, dass die Turbulenzen um die Scheidung der HSG nun auch behoben sind. Trainer Matthias Schickle kann nunmehr fast alles Positionen doppelt besetzen. Einziges Manko ist, dass auf der rechten Außenbahn eine Linkshänderin fehlt.

Schwierigkeiten könnte auch bereiten, dass man in der Neustadt das Leistungsvermögen der gegnerischen Mannschaften nicht kennt. Dies gilt bereits für den Saisonstart am morgigen Samstag beim TSV Bönnigheim. Das spielerische Vermögen der Gastgeberinnen aus dem Weinort ist hierzulande recht unbekannt. Nach dem Endklassement der Vorsaison, die Bönnigheim als Tabellenvierter abschloss, dürften die Württemberginnen zu den besseren Adressen der neuen Liga zählen. gl