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Vergangene Saison spielte Jasmine Thomas (rechts) mit Osnabrück noch gegen Keltern (links Magali Mendy), jetzt wechselt sie zu den Sternen.Foto: Gössele/PZ-Archiv
Vergangene Saison spielte Jasmine Thomas (rechts) mit Osnabrück noch gegen Keltern (links Magali Mendy), jetzt wechselt sie zu den Sternen.Foto: Gössele/PZ-Archiv
18.05.2016

Basketball-Bundesliga Frauen: In Keltern leuchten neue Sterne

Keltern. Der Kader des Grünen Stern Keltern für die neue Saison in der Basketball-Bundesliga der Frauen nimmt Formen an. Was man bislang zu sehen bekommt, sieht nicht schlecht aus. Mit der US-amerikanischen Spielmacherin Jasmine Thomas vom Erstliga-Absteiger Osnabrück haben die Sterne den nächsten hochkarätigen Neuzugang an Land gezogen, nachdem man zuvor bereits mit Stine Barnert (Saarlouis), Stephanie Wagner (Wasserburg) und der Serbin Marina Markovic handelseinig war.

Jasmine Thomas war zuletzt Dreh- und Angelpunkt im Osnabrücker Spiel. Obwohl sie beim Tabellenletzten spielte, landete sie in der Bundesliga-Korbjägerliste mit 15,6 Punkten pro Spiel auf Platz sieben. Zum Vergleich: Bei Keltern war Magali Mendy mit 14,0 Punkten die beste Werferin.

Wasserburg ärgern

Der Trainer ist sehr zufrieden. „Von den Spielerinnen, die wir bisher verpflichtet haben, bin ich zu 100 Prozent überzeugt. Es waren begehrte Spielerinnen“, sagt Christian Hergenröther. Qualität und Charakter seien bei Verpflichtungen die entscheidenden Kriterien. Und die Ziele für die neue Saison? „Wir wollen wieder in die Play-offs und im Pokal weit kommen“, sagt der Trainer. Dem TSV Wasserburg wird man wohl auch diese Saison nicht Paroli bieten können. „Deren Budget ist aus einer anderen Welt. Aber wir versuchen, sie zu ärgern“, sagt Hergenröther.

Neben den vier Neuzugängen stehen mit den Eigengewächsen Leonie Elbert und Linn Schüler zwei weitere Spielerinnen fest. Vier weitere werden noch gesucht. Kandidatinnen sind mit Linda-Lotta Lehtoranta und Stephanie Madden auch zwei Korbjägerinnen, die bereits vergangene Saison das Sterne-Trikot trugen. Andere Teammitglieder werden eher nicht zurückerwartet. Mara Hjelle, inzwischen privat in der Region verbandelt, will ihre Ausbildung beenden. Ashlee Guay wird wohl ihre „Europatournee“ fortsetzen, die Französin Magali Mendy dürfte versuchen, anderswo mehr Geld zu verdienen.

Eurocup als Option

Der Vereinsvorsitzende Dirk Steidl plant derzeit eifrig für die Bundesliga – und denkt doch auch darüber hinaus. Die Meldung von Kelterns Mannschaft für den Eurocup ist eine Option, Spiele in der Pforzheimer Bertha-Benz-Halle wären dann möglich. „Wenn Du auf europäischer Ebene spielst, wollen alle Spielerinnen zu dir kommen“, sagt Steidl. Doch überstürzen wird er nichts, solange die zusätzliche Finanzierung von 30.000 Euro nicht gesichert ist.