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Sterne-Spielmacherin Ashlee Guay (links) brachte es trotz einer Erkältung auf 17 Punkte gegen die Panthers aus Osnabrück, rechts Melina Knopp.   Gössele
Sterne-Spielmacherin Ashlee Guay (links) brachte es trotz einer Erkältung auf 17 Punkte gegen die Panthers aus Osnabrück, rechts Melina Knopp. Gössele
18.10.2015

Basketball-Bundesliga: Keltener Sterne weiter auf Höhenflug

So richtig können es die Basketballerinnen aus Keltern wohl selbst noch nicht glauben. Als Bundesliga-Aufsteiger mischen die Rutronik Stars ganz oben in der Tabelle mit und haben ihre Bilanz mittlerweile auf fünf Siege aus fünf Spielen verbessert. Aufzuhalten waren die Sterne auch nicht im Heimspiel gegen die GiroLive-Panthers Osnabrück, die mit 70:55 Punkten besiegt wurden.

Schon im ersten Viertel legte das Team von Trainer Christian Hergenröther in der Dietlinger Speiterling-Halle eine beeindruckende Show aufs Parkett. Höchstes Tempo, eine Defense, die dem Gegner kaum Raum zur Entfaltung ließ und fast jeder Wurf war ein Treffer. Es dauerte quälend lange vier Minuten, ehe den Osnabrückerinnen durch Skye Rees die ersten Punkte zum 10:2 gelangen. Zum Ende des Viertels stand es gar 20:7. Anschließend kam das Gästeteam besser ins Spiel und verbesserte bis zur Halbzeit (31:24) vor allem seine Wurfquote.

Immerhin schafften es die Osnabrückerinnen zu Beginn des dritten Viertels, durch Aufbauspielerin Jasmine Thomas und einen Dreier von Katarina Flasarova den Rückstand auf 32:29 zu verkürzen. Doch die Kelterner Topscorerin Ana-Maria Kammer, Magali Mendy und Centerin Mara Hjelle konterten prompt zum 39:31. „Wir haben in den vergangenen Spielen soviel Selbstvertrauen aufgebaut, dass wir immer ein paar Prozent zulegen können“, betont Hjelle, die sich gegen Ende des dritten Viertels allerdings das vierte Foul einhandelte und sicherheitshalber auf der Bank Platz nehmen musste.

Das brachte die „Sterne“ in einer kämpferisch geprägten Partie mit hohem physischem Einsatz freilich nicht aus dem Rhythmus. Stattdessen nahmen Spielmacherin Ashlee Guay, die es trotz Erkältung auf 17 Punkte brachte, und Romina Chiappina das Heft in die Hand und punkteten.

Aber erst drei Minuten vor Spielende fiel die Entscheidung, als Chiappina und Kammer zwei Dreier hintereinander zum 66:51 im Korb versenkten. „Das war quasi der Genickbruch für den Gegner“, bilanziert Christian Hergenröther, bei dem sich die Pulsfrequenz merklich senkte. Doch von der lupenreinen Fünfer-Serie will sich der „Sterne“-Coach nicht blenden lassen. „Die Pflicht haben wir super erledigt. Jetzt warten allerdings die Topteams der Liga. Erst dann wissen wir genau, wo wir stehen“, bekennt er. Point-Guard Ashlee Guay, die mit etlichen Solo-Läufen zum Korb einmal mehr das Kelterner Publikum begeisterte, ist da schon einen Schritt weiter. „Die Harmonie im Team stimmt. Wir sind stark genug für die Play-offs“, meint die US-Amerikanerin im Brustton der Überzeugung.

Rutronik Stars Keltern: Chiappina (10), Elbert, Guay (17), Hjelle (12), Kammer (20), Kenyon, Mahlknecht (2), Matic (2), Mendy (5), Prötzig (2), Schüler.