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Mit Zug zum Korb agierte bei den Rutronik Stars Keltern Quenice Davis zumindest über drei Viertel der Partie. Links Hannovers Melissa Jeltema. Foto: Ripberger
Mit Zug zum Korb agierte bei den Rutronik Stars Keltern Quenice Davis zumindest über drei Viertel der Partie. Links Hannovers Melissa Jeltema. Foto: Ripberger
05.02.2017

Basketballerinnen de Rutronik Stars Keltern besiegen TK Hannover 74:64

Zufriedenheit sieht anders aus bei den Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern. Unter dem Strich musste sich der Bundesliga-Spitzenreiter diesmal etwas zähneknirschend mit dem 74:64-Heimsieg gegen den Turn-Klubb Hannover zufrieden geben. „Ich hatte zwar nie das Gefühl, dass es gefährlich für uns werden könnte“, meinte Sterne-Trainer Christian Hergenröther nach dem Pflichtsieg. „Wir haben zu keiner Zeit aber den normalen Rhythmus gefunden.“

Vor allem im letzten Viertel, das die Gastgeber in der Dietlinger Speiterling-Halle mit 11:25 Punkten verloren, zeigte der Tabellenführer eine schwache Leistung, produzierte Fehlwürfe und andere Patzer en masse. „Es war ein hässliches Spiel in dieser Phase“, monierte Hergenröther, der dafür allerdings auch dem Schiedsrichtergespann eine Mitschuld gab. „Die haben auf beiden Seiten schlechte Entscheidungen getroffen. Dadurch ist kein Fluss zustande gekommen.“

Starker Auftakt

Im ersten Viertel lief es weitgehend rund. Das Sterne-Team startete konzentriert und ging nach einem Dreier von Spielmacherin Quenice Davis, die anschließend noch zwei Freiwürfe versenkte, mit 19:4 in Führung. Es folgte allerdings der erste kleine Durchhänger, so dass Hannover auch durch die Punkte von Ex-Sterne-Spielerin Stefanie Grigoleit auf 21:17 herankam. Bis zur Viertelpause (28:17) hatte sich der Favorit aber wieder gefangen und diktierte das Geschehen, ehe Romina Ciappina mit einem Dreier den komfortablen 45:31-Halbzeitstand herausgeworfen hatte.

Auf Kelterner Seite funktionierte insbesondere das belgisch-amerikanische Trio Emmanuella Mayombo, Quenice Davis und Jasmine Thomas, die alle zweistellig trafen. Hinzu kamen herausragende neun Rebounds der Estin Mailis Pokk, der auch noch neun Punkte gelangen. Darüber hinaus blieb die Hannoveraner Topscorerin Melissa Jeltema zunächst auffallend blass. „Wir hatten sie und den Gegner bis auf die letzten zehn Minuten gut unter Kontrolle. Das war sicher ein Schlüssel zum Erfolg“, bilanzierte die deutsche Nationalspielerin Stephanie Wagner.

14 Punkte für Grigoleit

„Keltern war einfach körperlich viel stärker als wir. Mitunter war es superschwer, an den Korb zu kommen“, klagte Stefanie Grigoleit, die für Hannover dennoch beachtliche 14 Punkte machte und damit nur um zwei Zähler hinter ihrer Teamkollegin Melissa Jeltema (16) blieb – die US-Amerikanerin nutzte vor allem ihre Freiheiten im letzten Viertel.

Am Ende aber wollte Christian Hergenröther seinen Spielerinnen nach den anstrengenden Europapokal-Auftritten aber keinen Vorwurf machen. „Wir haben gewonnen und haken das Spiel jetzt schnell ab.“