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Als Kresnik Lushtaku (rechts) den Elfmeter zum 1:0 für den CfR verwandelte, war die Pforzheimer Fußballwelt noch in Ordnung. Foto: Ripberger
Als Kresnik Lushtaku (rechts) den Elfmeter zum 1:0 für den CfR verwandelte, war die Pforzheimer Fußballwelt noch in Ordnung. Foto: Ripberger
Vergebens streckte sich CfR-Torhüter Manuel Salz beim Ausgleich. Foto: Ripberger
Vergebens streckte sich CfR-Torhüter Manuel Salz beim Ausgleich. Foto: Ripberger
11.03.2018

Baugenehmigung da, aber 1:1 ist nur halber Befreiungsschlag des 1. CfR Pforzheim

Pforzheim. Der Tag endete aus Sicht des 1. CfR Pforzheim mit einer guten Nachricht. „Die Baugenehmigung für die weiteren Arbeiten im Brötzinger Tal ist da“, sagte Marco Nabinger am Ende der Pressekonferenz zum Heimspiel gegen den 1. Göppinger SV und hielt einen dicken, braunen Umschlag in die Höhe. Aber: Beim 1:1 gegen Göppingen brachte der 1. CfR Pforzheim eine Führung nicht über Zeit.

Den Umzug ins neue Domizil sehnen sie beim Fußball-Oberligisten alle herbei. Wie notwendig er ist, verdeutlichte die Partie am Samstag im alten Holzhofstadion einmal mehr. Nach dem 1:1 (0:0) beschrieb Gästetrainer Gianni Covelli den Untergrund als „tief, schmierig und uneben“ – nicht eben schmeichelhafte Attribute.

Mit dem Punkt waren am Ende beide Trainer irgendwie nicht ganz glücklich, aber irgendwie auch nicht ganz unzufrieden. Nach dem Elfmetertor von Kreshnik Lushtaku (69.) – Dominik Salz war gefoult worden – schien Pforzheim auf der Siegerstraße. Doch nur acht Minuten später verlängerte Göppingens Iurii Kotiukov nach einer Freistoßflanke per Kopf zum 1:1 in lange Toreck, unhaltbar für Manuel Salz.

Drei Spielabsagen und die 0:5-Klatsche in Oberachern – für den CfR hatte das Fußballjahr 2018 alles andere als gut begonnen. So gesehen wäre Gökhan Gökce vor dem Anpfiff mit einem Punkt durchaus einverstanden gewesen. Nach dem Spiel war er das nicht mehr. „Wir haben zwei Punkte verloren“, konstatierte er. So wurde aus dem erhofften Befreiungsschlag nur ein halber.

„Den muss ich machen“

Tatsächlich hatten die Gastgeber nach der Pause die besseren Chancen. Die beste davon vergab Dominik Salz, der bei einem Konter bereits den Torhüter ausgespielt hatte, dessen Schuss aufs leere Tor aber in letzter Sekunde von einem Abwehrspieler abgeblockt wurde (57.). „Den muss ich machen. Das tut mir leid für die Mannschaft. Das nehme ich auf meine Kappe“, gab sich der Angreifer gewohnt selbstkritisch.

Salz hatte es allerdings auch schwer. Unter dem Motto „Sicherheit zuerst“ zog Gökce Denis Gudzevic aus dem defensiven Mittelfeld zurück und ließ mit einer Fünferkette verteidigen. Der fehlende Mann im Mittelfeld war spürbar. Salz hing als einzige Spitze bei den vielen langen Bällen oft in der Luft. Er kämpfte und rackerte wie seine Mitspieler, musste sich aber immer wieder einer gegnerischen Überzahl beugen.

Weitere CfR-Spieler hatten gute Möglichkeiten. Auch Alen Delic hatte den Torhüter bereits umkurvt, sein Lupfer wurde vor der Linie geklärt (50.). Und bei einem weiteren CfR-Konter war Torhüter Kevin Rombach gegen Lushtaku per Fußabwehr zur Stelle (74.). Kurz darauf nutzten die Göppinger ihren einzigen Hochkaräter der zweiten Halbzeit zum 1:1.

Den Punkt gesichert

Noch bevor nach dem 1:1 wieder angespielt werden konnte, gab es in einer hitzigen aber nie wirklich unfairen Partie einen Platzverweis für Gästespieler Domenic Brück (siehe Kasten). Die Überzahl konnten die Pforzheimer aber nicht mehr nutzen. Göppingen hielt dagegen und am Ende wechselte der CfR sogar defensiv. Lieber einen Punkt, als den nun seit elf Spielen ungeschlagenen Gäste noch in einen Konter laufen und mit leeren Händen dastehen.