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Legendär: Im Pokal-Achtelfinale 1988 erzwang der 1. FC Pforzheim mit Dimitrios Moutas und Jürgen Pfirrmann (rechts) gegen Werder Bremen (links Rune Bratseth) durch ein 1:1 im Brötzinger Tal ein Wiederholungsspiel. Foto: Kösegi/PZ-Archiv
Legendär: Im Pokal-Achtelfinale 1988 erzwang der 1. FC Pforzheim mit Dimitrios Moutas und Jürgen Pfirrmann (rechts) gegen Werder Bremen (links Rune Bratseth) durch ein 1:1 im Brötzinger Tal ein Wiederholungsspiel. Foto: Kösegi/PZ-Archiv
08.08.2017

„Bei Bochum bekomme ich Gänsehaut“: Interview mit Dimitrios Moutas

PZ-Interview mit Dimitrios Moutas, Ex-Kicker des 1. FC Pforzheim, über größtenteils leidvolle Erfahrungen in der Grönemeyer-Stadt

Der Pokalgegner des FC Nöttingen war einst quasi Meister des Abstiegskampfs: 21 Mal hintereinander hielt sich Bochum in der Bundesliga. Als dann Ex-FCP-Spieler Dimitrios Moutas das VfL-Trikot trug, ging die Serie zu Ende.

PZ: Herr Moutas, ausgerechnet als Sie 1992/93 da spielten, stieg Bochum ab: Wie konnte das passieren?

Dimitrios Moutas: Gute Frage. Als ich hinkam, wurden Trikots entworfen, auf denen stand: „Die Unabsteigbaren“. Erst waren wir dann Dritter, plötzlich aber hinten: Wir haben 13 Spiele hintereinander verloren, das war nicht schön. Ich habe super begonnen, habe aber den Rest der Vorrunde wegen einer Muskelverletzung gefehlt: Ich bin zu früh wieder eingestiegen, wollte der Mannschaft helfen, habe aber mir geschadet.

Inwiefern?

Als Jürgen Gelsdorf als Trainer für Holger Osieck kam, habe ich auch noch gefehlt und blieb dann zweite Wahl. Trainer stehen sowieso immer bevorzugt auf ihre Leute.

Bochum stieg dann trotz eines 3:1-Sieges gegen den Stadtrivalen SG Wattenscheid ab, in der Saison davor hatte Ihnen mit den Stuttgarter Kickers ein 2:0 gegen den VfL nicht gereicht. Wie bitter war es, zweimal am letzten Spieltag abzusteigen?

Das war schon brutal. In Bochum war mir aber eigentlich vorher klar, dass es wohl nicht gutgehen würde. Bei den Kickers hatten Marcus Marin mit 13 Toren und ich mit 12 den drittbesten Sturm der Liga gebildet, aber wir hatten die schlechteste Abwehr. So sind wir wegen einem Punkt abgestiegen. Dann kamen Angebote diverse Erstliga-Clubs: Die interessanteste Option war für mich dann Bochum.

Wie – das attraktivste Angebot kam von der „grauen Maus“?

Sie müssen sehen, die Kickers waren ein Verein, der aufgestiegen war, aber Bochum eine Institution. Von daher habe ich mit dem Gedanken unterschrieben, dort drei Jahre Bundesliga zu spielen.

Und Sie haben mit dem griechischen Nationalteam geliebäugelt, das 1994 zur WM kam ...

Da ich verletzt war, als sie mich sichten wollten, ist dieser Zug leider abgefahren. Das hat nicht unbedingt etwas mit Bochum zu tun.

Lassen große Nachbarn wie Dortmund und Schalke Bochum eigentlich genug Platz?

Das Ruhrgebiet ist toll, was Fußball anbelangt, weil es so viele Traditionsvereine gibt. Klar an Dortmund und Schalke kommen sie nicht vorbei, aber Bochum hat ein wunderschönes Stadion und tolle Fans. Bei mir war es so, dass ich am ersten Spieltag beim 2:2 gegen Dortmund und dann beim 0:0 gegen Gladbach den Siegtreffer auf dem Fuß gehabt hatte. Danach war ich ziemlich deprimiert. Gegen Saarbrücken stand trotzdem der ganze Fanblock hinter mir, und ich habe zwei Tore gemacht. Das war eigentlich mein schönstes Erlebnis in Bochum, danach war so ziemlich alles schlecht.

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