nach oben
Verantwortlich für den Punktgewinn gegen Ludwigshafen: Pascal Sachs (Mitte) und der erst 14-jährige Aushilfstorhüter des BSC, Julius Kurek. Foto: J.Keller
Verantwortlich für den Punktgewinn gegen Ludwigshafen: Pascal Sachs (Mitte) und der erst 14-jährige Aushilfstorhüter des BSC, Julius Kurek. Foto: J.Keller
06.02.2018

Beim Doppelspieltag der Wasserballer des 1. BSC Pforzheim war mehr drin

Pforzheim. Es wären auch vier Punkte möglich gewesen, letztendlich werden sich die Zweitliga-Wasserballer des 1. BSC Pforzheim nach dem Doppelspieltag am Wochenende aber auch über den einen Punktgewinn freuen.

Beim 9:9 (1:0, 3:5, 1:3, 4:1) am Samstagabend gegen den WSV Ludwigshafen schaffte das Team von Spielertrainer Kevin Schneider nach einer umkämpften Schlussphase in der letzten Sekunde noch den Ausgleich. Da fühlte sich das Unentschieden fast wie ein Sieg an: „Wie gegen Bietigheim im letzten Heimspiel haben wir uns trotz Rückstandes im letzten Viertel nicht aufgegeben und weiterhin an uns geglaubt“, erzählte Schneider nach der Partie, der aber auch berechtigte Kritik an der Offensivleistung seines Teams übte. „Unser Angriffsspiel war nicht gut, Pascal (Sachs) hat uns mit seinen Toren immer wieder noch im Spiel gehalten.“

Der erst 14-jährige Nachwuchstorhüter Julius Kurek, der eigentlich noch für die U16 spielt, gab aufgrund der personellen Notsituation im BSC-Tor sein Debüt. „Er hat ein tolles Spiel gemacht und trotz fehlender Erfahrung starke Nerven gezeigt“, lobte Schneider.

BSC: Kurek – Sanduleac, Unsöld 1, Schmidt, Höckele, M. Schneider, K. Schneider, Wottschel 1, Bornbaum, Völkle, Sachs 5, Alekseev, Marin 2.

Am Sonntagabend gegen die Wasserfreunde Fulda glaubte man nach dem ersten Viertel bereits an eine Überraschung. Nach der deutlichen 9:20-Niederlage in der Woche zuvor bei den Hessen konnten sich die Goldstädter jedoch erneut nicht durchsetzen und verloren nach einer schwankenden Leistung mit 11:16 (5:2, 1:5, 4:4, 1:5).

Bereits im ersten Viertel lagen die Hausherren mit 5:1 in Front, ein Überraschungssieg gegen den Tabellenfünften lag schon in der Luft. „Wir wussten, dass das Fuldaer Angriffsspiel früher oder später greifen wird, aber nach dem Punktgewinn am Tag zuvor konnten wir frei aufspielen“, erklärte Schneider nach der Partie den anfänglichen Höhenflug seiner Mannschaft.

Doch vor allem Fuldas David Horvath, der neun Mal traf und aktuell Topscorer der Liga ist, sorgte am Ende für den Sieg der Hessen. „Der Spieler ist kaum zu verteidigen. Es war dann ein sehr enges Spiel, das vielleicht am Ende etwas zu deutlich ausfiel. Aber letztendlich können wir mit unserer Leistung zufrieden sein“, resümierte Schneider.

Der BSC bleibt damit vorerst mit drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge auf dem neunten Platz der 2. Liga Süd. Bereits am Sonntag müssen die Pforzheimer beim SV Cannstatt das erste von fünf Auswärtsspielen in Folge bestreiten.

BSC: Uhlig – Alekseev, Unsöld 1, Kurek, Höckele 1, M. Schneider, K. Schneider, Wottschel 2, Bornbaum 1, Völkle 1, Sachs 2, Sanduleac, Marin 3.