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Zusammenhalt ist wichtig - die Einstellung aber auch. Foto: dpa-Archiv
Zusammenhalt ist wichtig - die Einstellung aber auch. Foto: dpa-Archiv
15.03.2019

Beim Karlsruher SC ist gegen Energie Cottbus die Einstellung wichtiger als die Aufstellung

Karlsruhe. Das Wort Wiedergutmachung fiel nicht, doch klar ist, der Karlsruher SC muss sich am Sonntag bei Energie Cottbus (13 Uhr/Magenta Sport) rehabilitieren. Aufgrund der 0:3-Heimniederlage gegen den VfR Aalen gilt es für den KSC, das Ansehen wiederherzustellen, denn das hat das Drittliga-Schlusslicht von der Ostalb ja frech, leichtfüßig und mit großer Spielfreude heftig ramponiert.

Die Gründe für die zum wiederholten Mal – hier im Sinne von „kollektivem Versagen“ zu verstehende – „geschlossenen Mannschaftsleistung“ liegen weiter im Dunkeln. „Im Fußball kann man nicht immer alles erklären“, sagt KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer in solchen Fällen gerne. Vor Abschluss der Englischen Woche im „Stadion der Freundschaft“ heiß es zurück zu den Wurzeln des Fußballs zu finden. Seine Mannschaft müsse wieder „die Grundtugenden“ auf den Platz bringen, sagte KSC-Coach Alois Schwartz. Das heißt: Rennen, Zweikämpfe suchen, annehmen und gewinnen, sich gegenseitig helfen – kämpfen bis zum Umfallen.

Aber nicht „blind und naiv“, warnt David Pisot. Man müsse aufpassen, dann Chancen herausspielen und nutzen, ergänzte der Kapitän. Der FC Energie werde „ein Feuerwerk abbrennen“ wollen. „Die hatten ihren 3:0-Heimsieg gegen Preußen Münster am vergangenen Samstag schon nach 26 Minuten unter Dach und Fach“, verdeutlichte Pisot. „Und Trainer Wollitz“, unter dem Pisot beim VfL Osnabrück gespielt hat, „wird seine Mannschaft auch gegen uns dementsprechend heiß machen.“ Schließlich könnte der FCE, den Schwartz als „zweikampfstark, robust, erfahren“ beschreibt, nach dem 3:2-Sieg beim Halleschen FC die Englische Woche mit der vollen Punktausbeute abschließen.

„Wir sind aber immer noch die beste Auswärtsmannschaft der Liga“, ruft der KSC-Coach in Erinnerung. Besetzung und Taktik ließ er offen. Bekommt das Team, das sich gegen Aalen blamiert hat eine neue Chance? „Die Niederlage gegen Aalen war ja keine Frage der Aufstellung“, sagt Schwartz, „sondern eine Frage der Einstellung.“

Mögliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Stiefler, Groiß, Wanitzek, Lorenz – Fink – Pourié