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Es darf noch das eine oder andere Tor mehr sein: Nach seinem Treffer zum 1:1 gegen Düsseldorf (rechts Axel Bellinghausen ) steht für den Karlsruher SC mit Stürmer Erwin Hoffer (weißes Trikot) das Spiel in Heidenheim an.  Deck
Es darf noch das eine oder andere Tor mehr sein: Nach seinem Treffer zum 1:1 gegen Düsseldorf (rechts Axel Bellinghausen ) steht für den Karlsruher SC mit Stürmer Erwin Hoffer (weißes Trikot) das Spiel in Heidenheim an. Deck
25.09.2015

Beim Karlsruher SC ist gegen Heidenheim Kampfgeist gefragt

Auch wenn es nur ein Punkt war, den der KSC am Dienstag nach zuvor drei Niederlagen im Folge einspielen konnte, das 1:1 gegen Düsseldorf nach dem Ausgleichstreffer von Erwin Hoffer war für Sportdirektor Jens Todt „ein großer Schritt in die richtige Richtung.“ Sein Gefühl sage ihm: „Es hat sich etwas gelöst“ in der Mannschaft. Das sehe man auf dem Trainingsplatz, „da ist Leben drin.“ Die Voraussetzungen, auch am Sonntag (13.30 Uhr/Sky ) beim 1. FC Heidenheim punkten zu können, sind zumindest nicht schlecht. Das gegen die Fortuna erfolgreiche Personal steht ohne Ausnahme zur Verfügung.

Der Trainer hält sich bedeckt

Ob das bedeutet, dass er seine Startelf nicht verändert, ließ der Karlsruher Trainer Markus Kauczinski gestern noch offen. Und von einer „Stammelf“ wollte er schon gar nicht sprechen. „Wir suchen ja nicht elf Spieler, die die Saison bis zum Ende durchgehen.“ Er suche die elf Spieler, die in Heidenheim die größten Erfolgsaussichten verkörpern. „Wir sind in einer englischen Woche. Einige Jungs haben schon zwei Spiele in den Beinen, andere erst eins.“ Aber: Die Ergebnisse der letzten Leistungsdiagnostik seien „insgesamt top“ gewesen. „Wir sind fit. Das hat man gegen Düsseldorf gesehen. Das, was uns vielleicht in den ersten Wochen noch gefehlt hat, haben wir aufgeholt.“

Außerdem haben die Wildparkprofis einen Tag länger Pause als ihre Gastgeber, die in der zweiten Fußball-Bundesliga am Mittwochabend beim FC St. Pauli mit 0:1 unterlagen. Ob das ein Vorteil für seine Mannschaft sei? „Weiß ich nicht“, sagt Kauczinski. Er geht, „gerade in Heidenheim“, wieder von einem „heißen Tanz“ aus: „Die Spiele gegen den FCH waren immer besonders hitzig. Und so wird es am Sonntag auch sein.“

Darauf scheint der KSC auch mental gut vorbereitet zu sein. Jedenfalls hätten seine Schützlinge und er erkannt, „welchen Weg wir gehen müssen“, so Kauczinski: „Es geht primär über den Kampf, über die einfachen Dinge. Einen Schönheitspreis gibt es nicht zu gewinnen.“ Um bei den heimstarken Schwaben (bisher: drei Siege, ein Unentschieden) in Punkte holen zu können, brauche das KSC-Spiel einerseits Struktur und Ordnung, andererseits Herz und Leidenschaft – „und das nötige Glück“. Im Hinblick darauf führte Trainer Kauczinski aus: „Momentan ist es leider noch so, dass wir den Pfosten treffen und der Ball wieder rausspringt. Bei uns geht so ein Schuss ins Tor. Aber wir werden darum kämpfen, diese glücklichen Momente auf unsere Seite zu ziehen. Wenn uns das gelingt, können wir in Heidenheim auch gewinnen.“

Mögliche KSC-Aufstellung: Orlishausen – Valentini, Gulde, Mauersberger, Kempe – Prömel, Peitz - Barry, Nazarov, Yamada – Hoffer.