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Neu im VfB-Kader ist Jullian Green, hier beim ersten Training. Foto: Calagan
Neu im VfB-Kader ist Jullian Green, hier beim ersten Training. Foto: Calagan
06.01.2017

Beim Start ins neue Jahr setzt der VfB auf Neuzugang Green

Stuttgart. Über die eisige Kälte beim ersten Teamtraining lächelte VfB-Trainer Hannes Wolf nur. „Ich war warm genug angezogen, gefroren habe ich nicht“, sagte der 35-Jährige nach der rund 75-minütigen Einheit des Zweitligisten bei Temperaturen um minus acht Grad. Nach einer Auszeit auf den Kanaren und in der Dortmunder Heimat freut sich der Coach auf die Arbeit für die Rückkehr in die Bundesliga. Den ernüchternden Abschluss der Vorrunde mit zwei Niederlagen für die Stuttgarter hat er abgehakt. Wenn am 29. Januar beim FC St. Pauli die Rückrunde beginnt, hofft der Cheftrainer, dass die Mentalität seiner Profis stimmt – und er hat hohe Erwartungen an Julian Green.

„Kein unbeschriebenes Blatt“

„Ich hoffe, dass er uns unmittelbar verstärkt. Er ist kein ganz unbeschriebenes Blatt“, sagte Wolf über den Neuzugang. Zum Auftakt am Freitag stieg der 21 Jahre alte Offensivspieler allerdings schon nach etwa einer halben Stunde aus und drehte lediglich individuell seine Runden um den Platz. Noch beim FC Bayern hatte sich der US-Nationalspieler einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zugezogen. „Ich denke, dass ich vielleicht in ein, zwei Wochen topfit bin“, sagte Green.

Auch gesund hatte der flexibel einsetzbare Profi im Münchner Starensemble kaum eine Rolle gespielt. Der VfB stattete ihn nun mit einem Vertrag bis 2019 aus. Green muss sich umstellen von der Champions League und vom Training mit Arjen Robben und Franck Ribéry hin zur 2. Fußball-Bundesliga.

„Es ist alles ein bisschen kleiner hier, aber es ist das gleiche Spiel“, sagte Green. „Es ist kein Rückschritt für mich.“ In der Offensive fühlen sich die Schwaben gut aufgestellt, auch wenn auch Außenstürmer Carlos Mané nach seinen Achillessehnenproblemen nur einen Teil der Übungen vor überwiegend dick eingepacken gut 300 Zuschauern mit. Mit Tobias Werner und Daniel Ginczek sind zwei lange verletzte Akteure wieder dabei. „Wir werden uns immer noch Situationen erlauben, wo wir ihn rausnehmen“, sagte Wolf über Ginczek. „Trotzdem hoffen wir, dass er so viel dabei ist, dass er auch spielen kann.“ Stürmer Boris Tashchy trainiert dagegen von nun an mit der zweiten Mannschaft.

Im ersten Testspiel fordern die Schwaben am 11. Januar den Bundesliga-Siebten 1. FC Köln. Zwei Tage später geht es für eine Woche ins Trainingslager im portugiesischen Lagos.