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Vor seinem ersten und vielleicht letzten Heimspiel als VfB-Cheftrainer steht Olaf Janßen. Foto. dpa
Vor seinem ersten und vielleicht letzten Heimspiel als VfB-Cheftrainer steht Olaf Janßen. Foto. dpa
19.09.2016

Beim VfB Stuttgart will Interimscoach Olaf Janßen gefestigtes Team übergeben

Stuttgart. Jos Luhukays ehemaliger Dienstwagen steht immer noch auf dem Vereinsgelände des VfB Stuttgart. Bis der Fußball-Zweitligist den Parkplatz des am vergangenen Donnerstag zurückgetretenen Trainers neu vergibt, dürfte es mindestens noch bis zum Wochenende dauern. Das liegt auch daran, dass die Zeit zwischen den Spielen sehr kurz ist. Zu kurz, um erste Impulse zu setzen. Am heutigen Dienstag tritt der VfB gegen Eintracht Braunschweig an (17.30 Uhr/Sky), am Freitag spielt Stuttgart dann beim VfL Bochum (18.30 Uhr/Sky). Dass nun auch Bundesliga-Schlusslicht Werder Bremen einen Coach sucht, macht die Situation auf dem Trainermarkt nicht leichter.

Doch die Stuttgarter Mannschaft scheint bei Interimscoach Olaf Janßen zunächst ja in guten Händen zu sein. Beim Zweitliga-Letzten 1. FC Kaiserslautern hat das VfB-Team unter dem bisherigen Co-Trainer ein 1:0 geholt und schien zumindest so weit gefestigt, dass man für das Spiel heute gegen den Tabellenführer nicht das Schlimmste befürchten muss.

Janßen tat, was man in so kurzer Zeit eben tun kann: Er führte viele Gespräche, versuchte, den Fußballern den Glauben an die eigene Stärke zu vermitteln und an die Eigenverantwortung zu appellieren: „Dafür, einen ordentlichen Pass oder eine vernünftige Ecke zu schlagen, ist jeder selbst verantwortlich.“ Es kann so einfach sein. „Man hat am Samstag schon gesehen und gefühlt, dass da etwas zu wachsen beginnt“, findet Janßen.

Dass Sportvorstand Jan Schindelmeiser keinen Zweifel daran lässt, dass Janßen keine Chance auf eine Dauerbeschäftigung als Chefcoach hat, hat der frühere Mittelfeldspieler akzeptiert. „Ich hoffe, dass ich in den Spielen, in denen ich auf diesem Stuhl sitze, das Optimale herausholen kann“, sagt er. Janßen kann sich vorstellen, beim VfB wieder Co-Trainer und vor allem Gegner-Beobachter zu sein. Das hängt für ihn jedoch davon ab, wer der neue Chef auf der Bank wird: „Dann werde ich mich in aller Ruhe entscheiden.“

Mögliche VfB-Austellung:Langerak – Klein, Sunjic, Baumgartl, Insua – Gentner, Hosogai – Großkreutz, Maxim – Asano, Terodde