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Timo Baumgartl köpft gegen Aues Torwart Daniel Haas das 1:0. Foto: dpa
Timo Baumgartl köpft gegen Aues Torwart Daniel Haas das 1:0. Foto: dpa
04.12.2016

Beim VfB Stuttgart will niemand das 4:0 beim Vorletzten Erzgebirge Aue überbewerten

Der VfB Stuttgart hat in der 2. Fußball-Bundesliga seine Erfolgsserie fortgesetzt. Mit einem 4:0 (2:0)-Sieg beim Vorletzten FC Erzgebirge Aue stürmten die Schwaben zumindest bis Sonntagabend an die Tabellenspitze. Doch so klar das Resultat auch war, Trainer und Spieler gingen selbstkritisch mit dem Auftritt im Erzgebirge um. „Das Ergebnis hört sich klar an, das Spiel aber war nicht so klar“, kritisierte Coach Hannes Wolf in erster Linie Schwächen in der Defensive und im Spielaufbau.

„Wir wollen besser Fußball spielen, als wir es heute getan haben. Die grundsätzliche Entwicklung stimmt, aber wir sind nicht blind, erkennen unsere Fehler und wollen uns weiter verbessern“, fügte der 35-Jährige hinzu. VfB-Torjäger Simon Terodde, der dieses Mal leer ausging, fand ebenfalls Kritikpunkte: „Wir haben zu viele Chancen zugelassen.“

Aue bestimmte die Anfangsphase durch couragierte Angriffe und konsequentes Pressing. Der VfB, bei dem Berkay Özcan statt Alexandru Maxim spielte, tat sich bei der Spieleröffnung schwer. Zu oft ging der Ball zu schnell verloren. „Wir waren manchmal bei Kontern zu schlampig“, kritisierte Kapitän Christian Gentner.

Nach vorne ging zunächst gar nichts, und so musste eine Standardsituation herhalten. Özcans Ecke verlängerte Innenverteidiger Marcin Kaminski nach hinten, wo der zweite Innenverteidiger Timo Baumgartl den Ball zur Stuttgarter Führung ins Tor köpfte (14. Minute). Das Spiel der Stuttgarter gewann langsam an Struktur, und in der 25. Minute zeigte der VfB, zu was er im Spiel nach vorne in der Lage ist. Carlos Mané machte das Spiel mit einem sehenswerten Diagonalpass auf Takuma Asano breit. Die weite Flanke des Japaners auf den langen Pfosten erreichte Gentner, und dessen Schuss aus spitzem Winkel flutschte zum 2:0 ins Netz. Zwei Schüsse aufs Tor – zwei Treffer.

Allerdings wurden die Schwaben danach wieder nachlässig. Nach einem erneuten Fehler im Spielaufbau schoss Kvesic aus zehn Metern über das Stuttgarter Tor. Und zu Beginn der zweiten Hälfte musste Langerak gegen Dimitrij Nazarov Kopf und Kragen riskieren, um den Anschlusstreffer zu verhindern. Erst durch Manés Doppelpack (67., 76.) war das Spiel schließlich entschieden.