nach oben
Verabschiedete sich im Achtelfinale trotz ordentlicher Leistung: Andre Wiesler, der zum Zweitliga-Team des TC Wolfsberg gehört.   Hennrich/PZ-Archiv
Verabschiedete sich im Achtelfinale trotz ordentlicher Leistung: Andre Wiesler, der zum Zweitliga-Team des TC Wolfsberg gehört. Hennrich/PZ-Archiv
10.07.2015

Beim Wolfsberg-Turnier ist Marko Lenz vom TCW weiter – Andre Wiesler draußen

Pforzheim. Bei den großen Tennisturnieren des TC Wolfsberg haben die beiden Favoriten das Halbfinale erreicht. Marko Lenz aus dem Zweitliga-Team des TCW hat schon drei schwere Spiele hinter sich, dagegen war Alyona Sotnikova vom Marienburger SC für alle ihre bisherigen Gegnerinnen eindeutig zu stark.

Im gestrigen Achtelfinale hatte es Lenz ganz schwer. Gegen Vincent Schneider (BASF Ludwigshafen) setzte er sich schließlich mit 6:3, 1:6, 7:5 durch. „Das Match heute morgen war super-eng und hätte auch anders laufen können“, sagte Turnierdirektor Thomas Hell auch mit Blick auf den schwachen zweiten Satz seines Schützlings, der da in ein Loch fiel. Lenz behielt jedoch die Ruhe, präsentierte sich, wie ihn Hell kennt. „Er ist ein sehr kontrollierter Spieler, der keine großen Emotionen zeigt“, erläuterte der Turnierdirektor. Nach drei Stunden stand Lenz im Viertelfinale. Da war dann Robin Lang vom TC Bad Friedrichshall der Gegner. Die Nummer eins des TCW gewann dieses Spiel nach zwei Stunden mit 7:5 und 6:3. „Das war aber auch ein ausgeglichenes Match“, hielt Hell fest. Immer wieder schwärmt er von der Ausgeglichenheit des Männerfeldes, die sich vor allem durch zahlreiche Drei-Satz-Matches ausdrückt.

Immer in den dritten Satz musste bisher Felipe Mantilla (TC Blau Weiß Oberweier), der sich im Halbfinale am heutigen Samstagmorgen mit Lenz misst. Im Achtelfinale setzte sich Mantilla gegen seinen Vereinskameraden Adrian Obert durch, der beim Stand von 0:3 im Entscheidungssatz aufgab. Nachdem er schon längere Zeit Rückenprobleme hatte, ging er vorzeitig vom Feld, wofür der Turnierdirektor Verständnis hatte. „Er hat es halt noch probiert, konnte aber nicht mehr aufschlagen“, erläuterte Hell.

So konnte Mantilla zumindest ein wenig Kräfte sparen. Durchaus denkbar, dass dies dazu beitrug, dass er das Viertelfinale gegen Dimitar Grabul (Tennisclub Grenzach) bewältigte. Dieses Spiel gewann Mantilla mit 6:4, 4:6, 7:5.

Für Andre Wiesler vom TCW war im Achtelfinale Schluss, denn er musste sich Boris Conkic vom TC Lauffen mit 3:6 und 1:6 geschlagen geben. Ungeachtet des Ergebnisses stellte Thomas Hell auch Wiesler ein gutes Zeugnis aus. Das Ergebnis täusche ein wenig, meinte Hell.

Kurios verlief ein Spiel bei den Frauen. Im Viertelfinale gewann Angelika Rösch, die es einst bis auf Platz 69 der Weltrangliste schaffte, den ersten Satz gegenLena Ruppert vom TC Amberg mit 6:2, verlor den nächsten Satz 3:6, hatte zunehmend schlechte Laune, lag im dirtten Satz 0:3 zurück – und gab nun auf. Angelika Roesch hatte einfach keine Lust mehr. Turnierdirektor Hell nahm es gelassen: „Ich bin schon so lange dabei, dass es mich nicht überrascht, dass es auch so etwas gibt“, sagte er.

Lokalmatadorin Hannah Kantenwein schlug sich wacker, besiegte im Achtelfinale noch Cinta Papke (TC Ludwigsburg) 7:5, 6:1, musste im Viertelfinale gegen Julia Thiem (GW Luitpoldpark München) trotz starker Leistung aber mit 5:7, 2:6 die Segel streichen. rks