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Gemeinsam klappt’s! Die VfB-Spieler wollen ihre Siegesserie in der Bundesliga ausbauen. Heute kommt die starke Hertha zum Heimspiel. Foto: Baumann
Gemeinsam klappt’s! Die VfB-Spieler wollen ihre Siegesserie in der Bundesliga ausbauen. Heute kommt die starke Hertha zum Heimspiel. Foto: Baumann
12.02.2016

Berlin als Zwischenprüfung für erstarkten VfB Stuttgart

Ziemlich ausgeglichen und in sich ruhend begegnet einem Jürgen Kramny dieser Tage. Erstmals seit sechs Jahren hat der VfB Stuttgart zuletzt mal wieder vier Punktspiele in Serie gewonnen. Ein bisschen Anspannung dürfte bei ihm trotz der jüngsten Erfolgsserie in der Fußball-Bundesliga vorhanden sein. Dem Trainer und seiner Mannschaft steht nun nämlich eine Art Zwischenprüfung bevor. Sollte am Samstag (15.30 Uhr/ Sky) in der heimischen Mercedes-Benz-Arena gegen Hertha BSC der fünfte Sieg in Folge gelingen, sieht es ganz danach aus, als ob der Verein für Bewegungsspiele nach einem katastrophalen Saisonstart doch noch den Sprung in die obere Tabellenhälfte schafft.

Auf die Frage, ob er sich zuletzt die Tabellensituation mal etwas genauer angeschaut hat, antwortet Kramny unumwunden und mit einem resoluten „Nein“ und fügt hinzu: „Wir sind gut damit beraten, nach uns zu schauen.“ Dennoch: Im günstigsten Fall könnte der Club nach diesem Wochenende auf Rang neun stehen. Viel wichtiger ist Kramny allerdings, „im positiven Trend der Bundesliga zu bleiben.“ Das will der kommende Gegner aber auch. Sowohl der VfB als auch die Berliner sind jeweils seit sechs Punktspielen unbesiegt. Das sind aktuell die längsten Serien in der Liga.

Von einem positiven Trend kann man auch bei Lukas Rupp sprechen. Der VfB-Coach schenkt dem Zugang vom Bundesliga-Absteiger Paderborn sein Vertrauen, und der 25 Jahre alte Mittelfeldmann zahlt das zurück, indem er seine Position zuletzt „so gut interpretiert, wie man sie besser nicht interpretieren kann“ (Kramny). Rupp verkörpert den Idealfall von Spielwitz und Torgefahr. „Er mag es lieber, etwas zentraler zu spielen“, berichtet der VfB- Coach.

Für den Gelb-Rot-gesperrten Daniel Didavi dürfte Alexandru Maxim in die Startformation rücken. Kramny wollte sich gestern jedoch noch nicht festlegen. Beim Gegner müssen die Stuttgarter vor allem auf einen alten Bekannten aufpassen. „Achtung, Achtung, Achtung im Strafraum! Da sollten wir ihn nicht alleine lassen“, warnte der Trainer seine Verteidiger vor Rückkehrer Vedad Ibisevic: „Er ist in einer guten Verfassung, und wir wissen natürlich, dass er extrem gefährlich ist.“

Berlin zog gestern bei seinem Stürmer die Vertrags-Option für die kommende Saison. Ibisevic war Ende August als Leihgabe vom VfB gekommen. Bisher erzielte er für den Pokal-Halbfinalisten acht Pflichtspieltore.

Mögliche VfB-Aufstellung:

Tyton – Großkreutz, Schwaab, Niedermeier, Insua – Serey Dié, Gentner – Rupp, Maxim, Kostic – Werner