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Hoch hinaus ging es zum Saisonstart letztlich für die Bilfinger um Oguzhan Celebi (rechts). Dass das TuS-Team den ASV Durlach mit 5:2 schlagen konnte, war eine gehörige Überraschung. Foto: Ripberger
Hoch hinaus ging es zum Saisonstart letztlich für die Bilfinger um Oguzhan Celebi (rechts). Dass das TuS-Team den ASV Durlach mit 5:2 schlagen konnte, war eine gehörige Überraschung. Foto: Ripberger
20.08.2017

Bilfinger Raketentstart: Fußball-Verbandsligist überrennt den ASV Durlach beim 5:2 nach der Pause

Kämpfelbach-Bilfingen. Das war ein traumhafter Einstand für den TuS Bilfingen. Mit dem 5:2 (1:1) zum Verbandsliga-Auftakt gegen den ASV Durlach konnte wirklich niemand rechnen. Entsprechend gut gelaunt und ausgelassen waren Spieler und Anhänger nach der Partie am Freitagabend. Die Bilfinger Raketenmänner wurden gefeiert. Da störte das kühle und regnerische Wetter kaum.

Ganz anders die Stimmung beim Gegner. Die Durlacher sind mit ihrem runderneuerten Kader sicherlich ambitionierter als die Bilfinger. Zuletzt hatte der ASV ja noch Bogdan Cristescu geholt, nachdem sich der kopfballstarke Abwehrspieler, der in der Saison 2015/16 für den 1. CfR Pforzheim spielte, mit seinem Heimatclub FC Heidelsheim überworfen hatte. Und dann kassierte die Abwehr um Cristescu gleich fünf Treffer.

Da konnte auch Reinhard Schenker nur mit dem Kopf schütteln. Der Mittelfeldspieler ist ebenfalls neu, kam vom FC Nöttingen. Wenige Tage zuvor hatte er seine ehemaligen Mitspieler noch im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten Bochum verlieren sehen – ebenfalls mit 2:5. Nicht nur das Ergebnis verschaffte Schenker ein Deja-vu-Erlebnis, sondern auch die Art und Weise, wie schnelle Gegentore die Partie entschieden. Nöttingen lag gegen Bochum schon nach drei Spielminuten 0:2 zurück. Den ASV Durlach erwischte es nach der Pause, als das Team zwischen der 55. Und 63. Minute drei Treffer kassierte. „Dabei haben wir Bilfingen in der ersten Halbzeit doch fast an die Wand gespielt. Ich glaube wir hatten 70 Prozent Ballbesitz“, blickte Schenker zurück. Gemacht hatte sein Team aus dieser Überlegenheit aber zu wenig. 1:1 stand es zur Pause, weil die Bilfinger den ASV-Führungstreffer durch Marcel Angermund postwendend mit einem Elfmetertor durch Oguzhan Celebi beantwortet hatten. Als Lars Kuhn, Celebi und Spielertrainer Svjetlanovic dann nach der Pause den schnellen Dreierpack schnürten, „war die Messe gelesen“, wie es TuS-Keeper Mathias Dörrich später bilanzierte.

Celebi weiter ein Tor-Garant

Oguzhan Celebi macht dort weiter, wo er vergangene Saison aufgehört hat: Er schießt Tore. Zwei waren es gleich zum Auftakt. „Wir haben uns in der Pause gesagt, das packen wir jetzt“, berichtete der Torjäger. Dabei hatten die ersten 45 Minuten wenig Anlass zu großem Optimismus gegeben. Doch dann nutzten die Bilfinger mit schnellen Vorstößen die Räume, die ungeduldig werdende Gäste boten.

Für Reiner Ackermann, der Dejan Sjetlanovic als Co-Trainer an der Seitenlinie unterstützt, zeigt der Erfolg auch, was sich in Bilfingen entwickelt hat: „Der Kader ist jetzt breiter. Und wir sind dabei, Talente wie Lars Kuhn zu entwickeln. Das Profil passt“, so Ackermann. Er hat auch erkannt, dass Bilfingen nun in der Lage ist, intensiver zu spielen, mehr draufzugehen. Der Auftakt war jedenfalls schon mal vielversprechend.