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Nur noch knapp vor Landesliga-Aufsteiger TuS Bilfingen (in Grün) liegt der Tabellenführer 1. FC Birkenfeld. Foto: Becker
Nur noch knapp vor Landesliga-Aufsteiger TuS Bilfingen (in Grün) liegt der Tabellenführer 1. FC Birkenfeld. Foto: Becker
30.11.2015

Birkenfeld kontra Bilfingen: Ungleicher Zweikampf an Landesliga-Spitze

Pforzheim. Nun hat es auch den 1. FC Birkenfeld erwischt. Am ersten Rückrunden-Spieltag kassierte das Fußball-Team von Trainer Hakan Göktürk die erste Saisonniederlage. „Eine Niederlage tut immer weh, aber diese schmerzt nicht so arg, weil wir eine gute Leistung abgeliefert haben“, sagt Göktürk am Tag nach dem 1:2 beim Tabellenfünften FC Heidelsheim.

Nach Alexander Hoffmanns Führungstreffer habe es der FCB verpasst, gleich nachzulegen, erzählt Göktürk, wobei man in der ersten Hälfte gegen den Wind gespielt habe. Und unmittelbar nach der Pause habe man dann eine günstige Gelegenheit zur erneuten Führung ausgelassen. Als Birkenfeld später noch eine halbe Stunde das gegnerische Tor berannte, handelte sich der Tabellenführer den zweiten Gegentreffer ein.

Wochen der Wahrheit im März

Aufgrund der besseren Tordifferenz bleibt die Göktürk-Truppe trotz der Niederlage vor TuS Bilfingen Erster. Nun steht noch ein Heimspiel gegen Olympia Kirrlach an, ehe Birkenfeld im neuen Jahr zunächst beim Dritten ATSV Mutschelbach antritt, dann zu Hause gegen Bilfingen und in der Woche darauf bei Nöttingen II spielt. Schon der März könnte also zeigen, ob die Birkenfelder dieses Mal reif für die Verbandsliga sind. „Es würde uns enorm freuen, wenn wir aufsteigen“, sagt Göktürk. In der zurückliegenden Saison blieb sein Team nach Platz zwei in der Relegation hängen. Auch Bilfingens Spielertrainer Dejan Svetljanovic hat schon die ersten Partien des nächsten Jahres im Hinterkopf. Doch er sagt: „Wir machen uns überhaupt keinen Stress.“ Nach jetzigem Stand wäre aus seiner Sicht des 35-Jährigen schon Platz drei ein Erfolg. Und der sollte locker drin sein, da Birkenfeld und Aufsteiger Bilfingen schon elf Punkte vor dem Vierten FV Ettlingenweier liegen.

Auch wenn die Tabelle die These nur bedingt bestätigt, ist Svjetlanovic ähnlich wie Göktürk der Meinung, dass die Leistungsdichte in der Landesliga recht hoch ist. Am Sonntag hätten die Verteidigungskünstler von Post Südstadt Karlsruhe den Bilfingern um ein Haar einen Streich gespielt. Und das, obwohl Yannick Wiedensohler, der nach seiner Sperre ins Tor der Kämpfelbacher zurückkehren konnte, praktisch nichts zu tun bekam. Doch erst in der Schlussphase schossen Svjetlanovic und Co. gegen die robuste Deckung des Schlusslichts ein 2:0 heraus.

Bei Svjetlanovic ist klar, dass er bei seinem Club über das Saisonende hinaus Trainer bleibt. Bei Birkenfeld soll eine Entscheidung dagegen nicht vor Februar fallen. Trainer Göktürk hat auf jeden Fall Lust weiterzumachen. „Wenn ich den Spatz in der Hand habe, warum sollte ich dann nach der Taube auf dem Dach kucken“, sagt er.