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Die Bisons mit Steffen Bischoff (vorne) können im Titelrennen die Mannheimer noch abfangen.  Foto: J. Keller
Die Bisons mit Steffen Bischoff (vorne) können im Titelrennen die Mannheimer noch abfangen.  Foto: J. Keller
15.03.2016

Bisons müssen im letzten Heimspiel nachlegen

Mannheim/Pforzheim. Verrücktes Saisonfinale in der Eishockey-Landesliga Baden-Württemberg. Vergangenes Wochenende kam es zum vereinsinternen Duell der Mad Dogs Mannheim. Die erste Mannschaft der Kurpfälzer musste in seinem letzten Saisonspiel zehn Tore auf die spielfreien Pforzheim Bisons aufholen. Die Bisons hofften in diesem Duell auf einen fairen Verlauf, doch was sich auf dem Eis abspielte, hatte nach Meinung der Pforzheimer mit Fairplay wenig zu tun.

Das Hinspiel zwischen den beiden Mannschaften der Mad Dogs konnte die „Erste“ mit 7:3 für sich entscheiden. Nun gewann die um den Titel mitspielende erste Mannschaft gegen die nur mit zehn Mann angetretene „Zweite“ mit 18:0. Im letzten Drittel kassierten die „kleinen“ Mannheimer um den ehemaligen Nationalspieler Tomas Martinec (2007 Deutscher Meister mit den Adler Mannheim) gleich zehn Gegentore.

Bisons-Coach Ken Filbey hatte mit so einem Schützenfest gerechnet. „Das war ausgemacht“, vermutet er. „Ich bin aber nicht stinksauer, da wir es während der Runde versäumt haben, schon vorher alles klar zu machen.“

Die Bisons sind nun unter Druck. Sie müssen am kommenden Sonntag im Saisonfinale das eigens verlegte Spiel gegen den Stuttgarter EC 1b mit mindestens acht Toren Vorsprung gewinnen, um sich die Meisterschaft doch noch zu sichern. Leicht wird dies sicherlich nicht werden, da die Schwaben in den letzten Spielen kein Kanonenfutter waren. So hatten sie auch beim Topteam in Esslingen nur mit 0:2 verloren. Was für die Bisons allerdings spricht: das Hinspiel gewannen sie mit 20:1 (!).

Das Saisonfinale in der Eishockey-Landesliga – es hat ein kleines Geschmäckle. Denn wie kann es sein, dass Topfavorit Mad Dogs Mannheim das letzte Spiel der Runde gegen seine eigene zweite Mannschaft bestreitet? Und wie kann es sein, dass die Bisons das letzte Spiel verlegen können? Sollte ein vereinsinternes Duell nicht zu Beginn der Runde angesetzt werden? Und sollten nicht alle Spiele des letzten Spieltages zeitgleich stattfinden?

Den Bisons kann’s nur recht sein. Sie haben nun alles in eigener Hand. „Es wird schwer, aber wir werden versuchen, den Acht-Tore-Rückstand wettzumachen“, sagt Ken Filbey. Seine Lösung für ein faires Saisonfinale wäre: „Eine Play-off-Runde mit den ersten vier Teams der Landesliga und den letzten vier Teams der Regionalliga.“

Spielbeginn gegen Stuttgart ist am kommenden Sonntag um 18.30 Uhr in der Pforzheimer St.-Maur-Halle.