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Manchen Stolperstein gab es bislang für die Nöttinger Kicker um Kapitän Timo Brenner in der laufenden Saison der Fußball-Oberliga. Foto: Gössele/PZ-Archiv
Manchen Stolperstein gab es bislang für die Nöttinger Kicker um Kapitän Timo Brenner in der laufenden Saison der Fußball-Oberliga. Foto: Gössele/PZ-Archiv
13.09.2012

Bissige Bissinger zu Gast beim FC Nöttingen

Keine Frage: Beim FC Nöttingen hatte man sich in der Fußball-Oberliga mehr erhofft als Tabellenplatz neun und acht Punkte, die nach sechs Spielen zu Buche stehen. Jetzt soll am Samstag (15.30 Uhr) gegen Aufsteiger FSV Bissingen ein Heimsieg her, um die Bilanz aufzupolieren und sich in der Tabelle nach oben zu bewegen. „Wir müssen die Punkte zurückholen, die wir zuletzt liegen gelassen haben“, denkt Michael Wittwer vor allem an das ärgerliche 2:3 in Bahlingen vor einer Woche.

Personell kann der Nöttinger Trainer fast aus dem Vollen schöpfen. Die große Frage ist, wer Felix Zachmann ersetzen soll. Der Mann aus dem defensiven Mittelfeld hatte in Bahlingen eine umstrittene Rote Karte gesehen, er wurde wegen einer Unsportlichkeit für zwei Spiele gesperrt.

Wittwer lässt offen, ob er bei der Doppelsechs bleibt – Kapitän Timo Brenner könnte dann von der Außenbahn in die Zentrale rücken – oder ob er im Heimspiel auf Angriff setzt, mit einem zentralen offensiven Mittelfeldspieler hinter zwei Spitzen. „Das kann auch davon abhängen, ob Sascha Paseka fit wird“, sagt Wittwer mit Blick auf den zuletzt fehlenden Abwehrspieler.

Fest steht laut Wittwer, dass Nöttingens Nachwuchsspieler Niklas Hecht-Zirpel wieder von Anfang an stürmt. Ob Leutrim Neziraj neben ihm in der Spitze spielt oder die Position dahinter im Mittelfeld einnimmt, hängt von Wittwers Systementscheidung ab.

Dass man den Gegner aus Württemberg nicht unterschätzen darf, weiß Wittwer aus eigener Anschauung. Der FSV, der erst über den Umweg Aufstiegsspiele den Sprung nach oben schaffte, hat sich in der Oberliga bestens eingelebt. Vor allem auf fremden Plätzen zeigen sich die Bissinger bissig. Zwei Siege und ein Unentschieden gab es bislang, wenn der FSV auf Reisen war. Und mit Domenico Botta hat Bissingen einen richtigen Torjäger. Der vielseitige Mittelfeldspieler hat in sechs Spielen bereits sechsmal getroffen – vornehmlich auf fremden Plätzen. Da ist die Nöttinger Defensive vor allem auf den Außenbahnen gefragt.

Klotz und Reich im Kader

Im Bissinger Kader stehen auch zwei Spieler, die in der Region gut bekannt sind. Der eine ist Stürmer Mario Klotz, Sohn des aus Dürrn stammenden früheren Fußball-Profis Bernd Klotz, der in den vergangenen Jahren auch immer wieder mal in Pforzheim und Nöttingen im Gespräch war. Und dann ist da noch Tim Reich, der vergangene Saison das Trikot des 1. CfR Pforzheim trug. Da Reich aber in der Vorbereitung länger fehlte, kommt er in Bissingen bislang nicht über die Rolle als Ergänzungsspieler hinaus.