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Marvin Pourié hatte den Anschlusstreffer auf dem Fuß, doch er konnte seinen Elfmeter in der 73. Minute nicht verwandeln.

Bittere Heim-Pleite für den KSC - 0:3 gegen Schlusslicht Aalen

Karlsruhe. Statt – wie eigentlich geplant – den dritten Sieg hintereinander einfahren zu können, blamierte sich der Tabellenzweite Karlsruher SC gegen das Schlusslicht VfR Aalen bis auf die Knochen. Die hoch favorisierten Wildparkprofis brachten gegen ihre als Punktelieferant betrachteten Gäste kein Bein auf den Boden und kassierten mit 0:3 (Halbzeit 0:2) verdientermaßen die vierte Heimniederlage dieser Saison.  

Damit hatte der KSC offensichtlich nicht gerechnet: Aalen dachte überhaupt nicht daran, sich erst einmal auf seine Abwehrarbeit zu konzentrieren, sondern überraschte seine Gastgeber nach dem Anpfiff mit einer angriffslustigen Spielweise. Ein ums andere Mal machten die favorisierten Hausherren defensiv einen unsortierten Eindruck und lagen schon nach einer Viertelstunde 0:2 zurück. In der zwölften Minute nutzte Luca Schnellbacher nach einem Freistoß des früheren Karlsruhers Sascha Traut den Tiefschlaf der Hausherren zur Aalener Führung. Und nur drei Minuten später versenkte Thomas Geyer einen vom KSC schlecht abgewehrten Ball von der Strafraumgrenze direkt im Netz der Wildparkprofis.

Die mussten sich zu Recht ein erstes Pfeifkonzert ihrer Fans anhören und den bekannten Sprechchor: „Wir woll’n euch kämpfen seh’n“, denn diesbezüglich hatten Kapitän David Pisot und seine Mitspieler bis dahin versagt. Außerdem leisteten sich die KSCler einen Fehlpass nach dem anderen – vor allem Alexander Groiß. Ihn holte Trainer Alois Schwartz schon nach 24 Minuten vom Feld, beorderte Manuel Stiefler von rechts außen nach innen und ließ Burak Camoglu über die Außenbahn angreifen. So brachte es der KSC bis zur Pause immerhin auf ein Eckenverhältnis von 7:1 und zwei Torchancen durch Marc Lorenz (33.) und Marvin Wanitzek (39.) – der zählbare Erfolg aber blieb in der ersten Halbzeit aus. Aalen verteidigte clever und wenn er gefordert war, war Torwart Daniel Bernhardt auf dem Posten.

Nach dem Seitenwechsel lief das Spiel zwar vorwiegend Richtung Gästetor, aber weitestgehend unstrukturiert. Das, was der KSC fußballerisch zu bieten hatte, war bodenlos schwach. Höhepunkt der Karlsruher Harmlosigkeit war ein von Marvin Pourié verschossener Foulelfmeter in der 73. Minute. Daniel Bernhard hatte keine Mühe, den schwach und unplatziert geschossenen Ball festzuhalten. Der KSC bemühte sich zwar weiter, stolperte und holperte aber mehr, als dass er Fußball „spielte“. Zu allem Überfluss leitete sich dann bei einem Aalener Konter auch Benjamin Uphoff einen riesen Patzer. Der Karlsruher Keeper ließ einen Schuss von Luca Schnellbacher nach vorne wegprallen und Stephan Andrist köpfte das 3:0 für die Gäste (80.).