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Am Boden sind die Bilfinger Spieler nach der Niederlage, während Neckarelz den Aufstieg feiert. Ripberger 
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In der Pause der Verlängerung spricht Spielertrainer Dejan Svjetlanovic mit Oguzhan Celebi (Nummer 22). 
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Mehrfach rettete Bilfingens Schlussmann Bünyamin Karagöz seine Mannschaft mit tollen Paraden. 

Bitteres Ende einer langen Verbandsliga-Saison für Bilfingen

Ein Happy End bleibt dem TuS-Spielertrainer Dejan Svjetlanovic versagt. Nach sechs Jahren beim TuS Bilfingen scheidet der Coach mit einer bitteren Niederlage aus. Gegen die Spielvereinigung Neckarelz verloren die Bilfinger am Samstag im entscheidenden Relegationsspiel in Odenheim nach Verlängerung mit 2:4 (2:2, 2:1) und müssen den Gang in die Landesliga antreten.

Entscheidend für die Niederlage waren für Svjetlanovic zwei Faktoren: Zum einen fehlte den Bilfingern nach einer Saison mit 36 Pflichtspielen die nötige Kraft. „Man hat heute gesehen, der Akku war leer“, so Svjetlanovic. Noch gewichtiger aber war der zweite Faktor: Der TuS leistete sich haarsträubende Fehler. Zum Beispiel beim 0:1 durch den Neckarelzer Lukas Böhm (20.), bei dem TuS-Kicker Danijel Bozic im Spielaufbau mit einem Fehlpass in die Mitte Böhm in Szene setzte. Für Svjetlanovic ganz klar: „Wir haben heute einfach viel zu viele Geschenke verteilt.“

Schneller Ausgleich

Einfach hatten die Neckarelzer es deshalb aber keineswegs. Vor allem weil die Kämpfelbacher nach dem 0:1 stark reagierten und bereits zwei Minuten später den Ausgleich erzielten. Bei einer Ecke von Besart Krasniqi bekamen die Neckarelzer den Ball nicht weg. Rico Reichenbacher stand goldrichtig und drückte das Spielgerät über die Linie. Gute fünf Minuten später legte der TuS nach und ging nach einer Flanke von Kevin Stoitzner auf Torjäger Oguzhan Celebi mit 2:1 (28.) in Führung. Dann jedoch nahm Neckarelz das Heft in die Hand. Noch im ersten Durchgang setzte erst Onur Satilmis einen sehenswerten Distanzschuss gegen das Lattenkreuz, im Nachsetzen war es dann Böhm, der den Ball gegen den Pfosten drosch (32.). Svjetlanovic resümierte: „Da hatten wir eine Menge Glück. Es hätte schon viel früher 2:2 stehen müssen.“

Unmittelbar nach Wiederanpfiff nutzte der Neckarelzer Henrik Hogen einen Abwehrfehler und setzte den Ball abermals gegen den Pfosten. Drei Minuten später versuchte es wieder Böhm aus der Distanz, doch TuS-Torhüter Bünyamin Karagöz lenkte den Ball über den Querbalken. Beim anschließenden Eckstoß verfehlte ein Distanzschuss von Kevin Diefenbacher nur knapp sein Ziel. Doch auch die Bilfinger blieben ab und an gefährlich. Einen Kopfball von Celebi fischte Torhüter Maximilian Penz gerade noch aus dem Winkel (56.). In der 67. Minute lenkte Penz einen Schuss des eingewechselten Svjetlanovic über die Latte. Doch der bitterste Moment stand den Bilfingern noch bevor: In der 85. Minute kombinierte sich Neckarelz in den Bilfinger Strafraum, so dass Andreas Schwind den Ball nur noch aus kurzer Distanz ins Tor schieben musste.

Die sichtlich erschöpften Bilfinger kämpften sich in die Verlängerung, doch dort kam es noch dicker. Böhm ließ Robin Müller aussteigen und vollendete sein Solo mit einem satten Schuss ins linke Toreck (95.). Ein weiteres Mal warf Bilfingen alles noch vorne, doch ein Kopfball von Reichenbacher aus spitzem Winkel traf nur den Pfosten (97.). Den Sack endgültig zu machte Simon Fertig, der ein Zuspiel von Kevin Diefenbacher zum 4:2 nutzte (112.).

Der TuS, mit mittlerweile drei Sturmspitzen, versuchte sein Mögliches, kam aber nicht mehr heran. Und so jubelte am Ende die Spielvereinigung Neckarelz. Die Bilfinger hingegen verließen mit hängenden Köpfen den Platz. Das Auftreten seiner Jungs ließ für Dejan Svjetlanovic nur ein Schluss zu: „Das war heute nicht der TuS Bilfingen, den wir kennen.“