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Nur schwer zu halten waren in den letzten Partien die Neuenbürger Spieler um Kevin Langjahr (links). Ripberger 

Bretten sorgt sich – der HC Neuenbürg kommt

Die meisten Handball-Fans aus der Region müssen am Wochenende reisen, wenn sie ihre Mannschaften spielen sehen wollen. Alle drei Oberligisten sind auswärts gefordert. In der Badenliga der Männer steht am Sonntag das Derby zwischen Bretten und Neuenbürg im Fokus.

In der Oberliga der Männer muss Tabellenführer TGS Pforzheim im Nordschwarzwalderby zum TSV Altensteig. Für Florian Taafel ist die Fahrt nach Altensteig noch immer etwas Besonderes, denn im Nagoldtal hat er eines seiner Handball-Lehrjahre verbracht. Das TGS-Team kann nach dem Sieg im Spitzenspiel in Altensteig mit breiter Brust antreten. Die Gastgeber hingegen sind nach einem Start mit 6:0 Punkten zwischenzeitlich wieder in die Nähe der Gefahrenzone gerutscht. Das liegt ebenso an der Heimschwäche (zuletzt vier Niederlagen in Serie) wie an der Tatsache, dass mit Maxim Cahn und Veljko Saula die beiden wichtigsten Torschützen angeschlagen waren.

Die SG Pforzheim/Eutingen muss zu einem TV Willstätt, der mit dem bisherigen Rundenverlauf genauso wenig zufrieden sein kann, wie die Pforzheimer selbst. Eigentlich wollten die Südbadener um den Aufstieg mitspielen, waren aber mit 5:13 Zählern in die Nähe der Abstiegszone geraten. Zuletzt gab es Siege gegen Weinsberg und Schmiden. Damit liegt Willstädt zwei Punkte vor der SG, die mit 8:16 Zählern auf dem viertletzten Tabellenplatz rangiert. In der misslichen Lage hilft der Truppe von Hans Christensen nur die Bereitschaft, den Kampf anzunehmen. Dabei dürfen die Pforzheimer mit ihren Torchancen nicht so fahrlässig umgehen, wie zuletzt gegen Lauterstein. Denn gegen die 6:0-Deckung der Südbadener wird es die Chancen am Kreis zumindest nicht in der Fülle wie beim letzten Heimspiel geben.

In der Badenliga der Männer steigt am Sonntag das Derby zwischen dem TV Bretten und dem HC Neuenbürg. Noch vor zwei Spieltagen wäre die Prognose des Spielausgangs wesentlich leichter gewesen. Nachdem Neuenbürg nunmehr dem Coup von Hockenheim auch noch Spitzenreiter Heddesheim am Rande der Niederlage hatte, sieht man im Grüner dem Vergleich mit den Buchbergern schon weitaus besorgter entgegen. Dies vor allem auch, weil mit Schwarz, der nach einer Roten Karte im Viernheimer Spiel, für das Derby gesperrt ist, ein weiterer Rückraumschütze ausfällt.

Für die SG Pforzheim/EutingenII war der Neuenbürger Punktegewinn gegen die SG Heddesheim bestimmt nicht förderlich. Denn Spitzenreiter Heddesheim wird am Sonntag im Spiel mit der Truppe von Wolfgang Lipps alles versuchen, das verlorene Terrain wieder gutzumachen.

In der Landesliga der Männer sollte Spitzenreiter TV Ispringen seine Führungsposition gegen den SV Langensteinbach untermauern. Die Karlsbader stecken vor allem wegen ihrer Abwehrprobleme wieder im Abstiegskampf. Die TGSPforzheim II läuft bereits am heutigen Freitag als Außenseiter beim TV Neuthard auf. Besser scheinen die Aussichten für die SG Pforzheim/Eutingen III bei der SG Stutensee. Entscheidend könnte sein, welche Unterstützung die Pforzheimer von der Bundeslga-Jugend oder der Oberligamannschaft bekommen. Beim letzten Auftritt war Hagen Körner dabei, der zuletzt bei Chefcoach Hans Christensen keine guten Karten besaß.

In der Oberliga der Frauen ist die HSG Pforzheim inzwischen alleiniger Spitzenreiter, nachdem Ottersweier gegen Lahr verloren hat. Den Platz an der Sonne sollten die Pforzheimerinnen bei der HSG Deizisau/Denkendorf am Sonntag verteidigen, wenn das Team in der Abwehr konzentrierter auftritt als zuletzt gegen den TSV Malsch.

In der Badenliga der Frauen wird der SG Pforzheim/Eutingen nach dem Sieg gegen Heddesheim eine wohlverdiente Pause gegönnt. Dafür ist die zweite Garnitur der SG in der Frauen-Landesliga im Einsatz. Der Aufsteiger muss zur TG Neureut II, die gerade den bis dato verlustpunktfreien Spitzenreiter SG Stutensee besiegt hat.