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Prügelszenen nach Abpfiff der Partie 1.FC Kaiserslautern - Karlsruher SC aus der vergangenen Saison © dpa
23.10.2015

Brisantes Südwest-Derby KSC-FCK: Polizei appelliert an Fans

Karlsruhe. Nachdem es am neunten Spieltag der vergangenen Zweitliga-Saison nach Abpfiff der Begegnung 1. FC Kaiserslautern gegen den Karlsruher SC (2:0) zu heftigen Ausschreitungen beider Fanlager gekommen war, appelliert die Karlsruher Polizei vor dem Aufeinandertreffen beider Mannschaften am Samstag an ein friedliches und gewaltfreies Verhalten beider Seiten.

Bildergalerie: Südwest-Derby KSC gegen FCK: So prügelten sich die Fans

Damit es nicht wie beim Derby vom 4. Oktober 2014 zu 18 Verletzten und drei Festnahmen kommt, setzt die Polizei am Samstag (Spielbeginn 13 Uhr) auf die Kommunikation mit den Fans. Um wichtige und hilfreiche Informationen noch schneller an die Fans geben zu können, wird die Polizei Karlsruhe das Spiel auch auf ihren sozialen Netzwerken Twitter und Facebook begleiten.

Zur Vermeidung gewalttätiger Aktionen ist die konsequente Separierung der Fans, gerade bei dieser als Hochrisikospiel eingestuften Begegnung, ein absolutes Muss. Randalierern wie auch Straftätern werde man sofort die "rote Karte" zeigen und ihnen damit kein Forum bieten. "Gewalt ist niemals zu rechtfertigen", so der Einsatzleiter. Dies betrifft gleichermaßen das Tragen von Vermummungen wie auch das Abbrennen von Pyrotechnik.

Fans mit einem bundesweit gültigen Stadionverbot sollten nicht nach Karlsruhe anreisen. Um Gewalt und Randale erst gar nicht aufkommen zu lassen, sind wieder Anti-Konflikt-Teams im Einsatz, die mit beschrifteten gelben Warnwesten auch als solche erkennbar sein werden. Die genaue Zahl der Kräfte, mit der die Polizei für einen friedlichen Verlauf sorgen will, steht derzeit noch nicht fest. Bereits ab 10 Uhr wird es eine Sperrung des Adenauerrings zwischen dem Durlacher Tor und der Linkenheimer Landstraße für den Durchfahrtsverkehr geben.

Nach Spielschluss könnte je nach Entwicklung der Nachspielphase der Adenauerring nicht nur wie üblich für den Fahrzeug-, sondern darüber hinaus auch für den Fußgängerverkehr in Richtung des Durlacher Tors gesperrt werden. Die Sperrung mittels Gitter wird dann ab dem "Eingang Mitte" (hinter der Gegentribüne) erfolgen. Die Polizei empfiehlt deshalb allen Fans des KSC, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Wildpark kommen, sich nach Spielende über den Schlossgarten zu den Straßenbahnhaltestellen "Marktplatz" beziehungsweise "Kronenplatz" zu begeben oder das Stadion über den Ausgang "Fasanengarten" zu verlassen. Darüber hinaus bleibt für alle abwandernden KSC-Fans auch der Adenauerring in Richtung Mühlburger Tor geöffnet.

Für bahnreisende Kaiserslauterer Fans wird am Samstag ein direkter Bustransfer vom Hauptbahnhof zum Wildparkstadion zur Verfügung stehen. Hierzu erwarten sie Busse an der Südseite des Bahnhofs. Nach dem Spiel steht für die Gästefans wieder ein Bustransfer vom Stadion auf direktem Weg zum Hauptbahnhof zur Verfügung.

Nicht zuletzt aufgrund der umfangreichen Baumaßnahmen im Innenstadtbereich empfiehlt es sich, rechtzeitig in den Wildpark zu kommen. Wegen der erhöhten Sicherheitsstufe sind die Ordnungskräfte überdies im Interesse aller Besucher gehalten, sorgfältige Eingangskontrollen durchzuführen. Für die Durchführung der Sicherheitsmaßnahmen und damit verbundener Wartezeiten bittet die Polizei alle Fußballfreunde schon jetzt um ihr Verständnis.