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Die Ringer des SV 98 Brötzingen zählen in der kommenden Landesliga-Saison zu den Mitfavoriten um den Titel. Hintere Reihe von links: Efisio Orru, Jens Westermann, Stephan Hornung, Bogdan Melnik, Sezar Khamo, Ivo Opacac, Kamran Bigmohamadi, „Edi“ Reich, Reinhard Ehrmann (zweiter Vorsitzender), Holger Stuible (erster Vorsitzender) und Alexander Westermann (Technischer Leiter). Vordere Reihe von links: Marcel Stober, Selef Salemi, Daniel Auinger, Sebastian Salemi, Bali Barutcu (Kampfrichter) und Dogan Öser. Foto: Hepfer
Die Ringer des SV 98 Brötzingen zählen in der kommenden Landesliga-Saison zu den Mitfavoriten um den Titel. Hintere Reihe von links: Efisio Orru, Jens Westermann, Stephan Hornung, Bogdan Melnik, Sezar Khamo, Ivo Opacac, Kamran Bigmohamadi, „Edi“ Reich, Reinhard Ehrmann (zweiter Vorsitzender), Holger Stuible (erster Vorsitzender) und Alexander Westermann (Technischer Leiter). Vordere Reihe von links: Marcel Stober, Selef Salemi, Daniel Auinger, Sebastian Salemi, Bali Barutcu (Kampfrichter) und Dogan Öser. Foto: Hepfer
26.07.2016

Brötzinger Ringer wollen in der Landesliga um die Meisterschaft mitkämpfen

Langsam aber sicher geht es wieder aufwärts mit den Ringern des SV 98 Brötzingen. Dafür genügt schon ein Blick auf den aktuellen Kader. Denn der Landesligist hat sein Team für die neue Saison mit altbekannten Leistungsträgern erheblich verstärkt. Allen voran Eduard „Edi“ Reich, der ebenso wie Justin Herold nach einem Gastspiel beim KSV Berghausen in seine sportliche Heimat an der Wildbader Straße zurückgekehrt ist. Dasselbe gilt für Artur Kulak, Nicolai Mix und Selef Salemi, die zuletzt für den Lokalrivalen KSV Ispringen aufgelaufen sind. Auch die ehemaligen KSV-Ringer Marcel Stober, Stephan Hornung und Ivo Opacac treten künftig im „98er“-Trikot an.

„Es schaut im Moment ganz ordentlich aus“, sagt der Brötzinger Vereinschef Holger Stuible, dem die Vorfreude auf die neue Ringer-Saison anzumerken ist. Vom früheren sportlichen Glanz des ehemaligen Bundes- und langjährigen Oberligisten, der in deutschen Ringerkreisen gefürchtet war, ist zwar nicht viel geblieben. Doch beim SV 98 geht es dieser Tage eher um kleinere Fortschritte. Zumal der 118 Jahre alte Traditionsverein vor rund zwei Jahren kurz vor der Auflösung stand. „Jetzt sind wir aber wieder auf einem guten Weg“, glaubt Stuible und verweist darauf, dass die Zahl der Mitglieder auf rund 180 leicht gestiegen sei. Nach einem Jahr sportlicher Auszeit schickten die Brötzinger 2015 auch wieder eine Mannschaft ins Rennen. In der Landesliga Nordbaden, Gruppe II, landete man hinter Meister und Aufsteiger ASV Bruchsal und dem ASV Eppelheim auf dem dritten Platz. „In der neuen Saison wollen wir aber auf alle Fälle versuchen, vorne mitzumischen“, betont Trainer Sebastian Salemi, der mit seinen 38 Jahren auch noch selber auf die Matte geht. „Wir sind seit Januar im Training und haben nur kurze Pausen eingelegt. Ich fühle mich fitter als mit 28“, bekennt er und lächelt. Stolz ist Salemi auf seinen 26-Mann-Kader. „Angefangen haben wir im vergangenen Jahr mit fünf Ringern“, hält er fest.

Wenn die Runde am 10. September mit einem Auswärtskampf beim KSV Berghausen II startet, erhalten die Stammkräfte um Bijan Faghani und Anatoly Frisorger auch Unterstützung von 75-Kilo-Freistilmann Kamran Bigmohamadi. Der junge Flüchtling aus dem Iran war in seinem Heimatland, wo Ringen Volkssport ist, schon einmal Dritter der nationalen Juniorenmeisterschaften. „Auf ihn kann sich unser Publikum besonders freuen. Wenn er auf die Matte geht, ist was geboten“, versichert Alexander Westermann, Technischer Leiter und Jugendwart in Personalunion. Bei ihm laufen viele Fäden zusammen. Westermann koordiniert auch die Kämpfe des Brötzinger Nachwuchses, die jeweils vor den Auftritten der Landesliga-Mannschaft in der Halle an der Wildbader Straße stattfinden. Und bei der ersten Heimaufgabe am 8. Oktober wartet mit Verbandsliga-Absteiger KSC Graben-Neudorf gleich ein Mitfavorit im Titelrennen.