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VfB Stuttgart

Nach seiner Entschuldigung darf Guido Buchwald im Aufsichtsrat des VfB Stuttgart bleiben. Foto: dpa
Nach seiner Entschuldigung darf Guido Buchwald im Aufsichtsrat des VfB Stuttgart bleiben. Foto: dpa
05.12.2018

Buchwalds Reue rettet ihm den Platz im Aufsichtsrat des VfB

Stuttgart. Guido Buchwald knickte ein. Eine öffentliche Entschuldigung und die Gnade der VfB-Bosse sicherten dem Weltmeister von 1990 seinen Posten beim Stuttgarter Fußball-Bundesligisten.

Als Ergebnis einer mit Spannung erwarteten Sitzung am Dienstagabend bleibt der 57-Jährige im Aufsichtsrat.

Buchwalds Bedauern über die Kritik an VfB-Sportvorstand Michael Reschke wird auf der VfB-Homepage offiziell dokumentiert. „Ich habe mit dem Präsidenten, dem Präsidium und dem Vorstand intensive Gespräche geführt und erklärt, dass meine aus einer Emotion heraus getätigten medialen Äußerungen ein Fehler waren, den ich sehr bedauere“, ist zu lesen. Buchwald beteuert auch: „Es lag mir fern dem VfB und den Verantwortlichen damit Schaden zuzufügen.“

Die Zitate des Ehrenspielführers veröffentlichte der VfB zusammen mit Aussagen von Reschke sowie VfB-Präsident Wolfgang Dietrich, die die Entschuldigung annahmen. Zuvor war kolportiert worden, Buchwald könne seinen Platz in dem achtköpfigen Kontrollgremium verlieren. Aber hat der frühere VfB-Profi tatsächlich so viel falsch gemacht?

In einem „Sport1“-Interview hatte Buchwald Sportvorstand Reschke kritisiert – und die Entscheidungen die Verträge mir Tayfun Korkut als Trainer und Verteidiger Holger Badstuber vorzeitig zu verlängern. Zudem hatte Buchwald sich für eine breitere sportliche Kompetenz im Verein ausgesprochen. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung am 1. November war ungünstig, einen Tag später spielten die kriselnden Stuttgarter gegen Eintracht Frankfurt - und unterlagen letztlich 0:3. Inhaltlich sprach Buchwald aber durchaus an, was auch andere so sehen. Auch ein zu geringes Maß an sportlichen Sachverstand hatte er bemängelt. „Herr Reschke ist der Sportvorstand und wir müssen ihn in der momentanen Lage einfach unterstützen. Aber ganz ehrlich: Mir wäre eine breitere sportliche Kompetenz im Verein für die Zukunft sehr wichtig“, hatte der deutsche Meister von 1992 gesagt. Inzwischen kündigte Präsident Dietrich an, einen Technischen Direktor einstellen zu wollen.

„Ich glaube schon, dass es seine Pflicht als Aufsichtsratsmitglied ist, darauf aufmerksam zu machen, wenn etwas nicht so läuft“, sagte Jürgen Kohler, der einst gemeinsam mit Buchwald Weltmeister wurde. Der richtige Weg wäre gewesen, die Kritikpunkte zunächst intern anzusprechen. Danach könne er dies durchaus auch öffentlich kundtun.