760_0900_73862__Nils_Dunkel_8.jpg
Schwungvoll ins Saisonfinale: Nicht nur Nils Dunkel ist bei der KTV Straubenhardt in den beiden letzten Wettkämpfen gefragt.  Foto: PZ-Archiv/Becker 

Bundesliga-Endspurt: KTV Straubenhardt empfängt MTV Stuttgart

Straubenhardt. Der Endspurt in der Deutschen Turnliga (DTL) wird am Samstag für die KTV Straubenhardt mit einem schwäbischen Derby eingeläutet: Um 18.00 Uhr empfängt der Tabellendritte aus der Schwarzwaldgemeinde, der bislang 8:2 Punkte auf dem Konto hat, den Tabellenvierten MTV Stuttgart (7:3). Parallel stehen sich im hessischen Biedenkopf der Tabellenzweite KTV Obere Lahn (9:1) und Spitzenreiter TG Saar (10:0) gegenüber.

Die Zuspitzung erfährt das Rennen um die Plätze für das DTL-Finale am 2. Dezember in Ludwigsburg dann eine Woche später, wenn die Straubenhardter bei der TG Saar zu Gast sind. Dann geht es um Alles oder Nichts.

Aber das gilt auch heute bereits für den Heimwettkampf gegen Stuttgart. Von der Papierform her ist es eine machbare Aufgabe. Doch Dirk Walterspacher warnt: „Wenn wir so turnen, wie gegen Monheim, verlieren wir“, sagt der Sportliche Leiter der KTV. Beim Tabellenletzten leisteten sich die Straubenhardter einige Patzer und gaben zwei Gerätewertungen ab, auch wenn sie am Ende mit 49:31 siegten. Walterspacher ist sich aber sicher: Das wird nicht mehr passieren. „Wir haben die Dinge sehr deutlich angesprochen.“

Die Aufgabe teilten sich Walterspacher, der als Lehrer arbeitet („Ich bin dann mehr der Pädagoge“) und Mannschaftskapitän Andreas Bretschneider: „Der hat etwas härtere Töne angeschlagen“, berichtet Walterspacher. Eine bessere Leistung ist auch nötig, denn Stuttgart ist ganz sicher ein anderes Kaliber als Monheim, obwohl das Team aus der Landeshauptstadt in dieser Saison extremes Verletzungspech hatte. Sebastian Krimmer fiel mit einer Schulterverletzung aus, dann fehlte auch noch Felix Pohl nach einem operativen Eingriff am Fuß.

Deshalb bestritten die Stuttgarter ihre letzten beiden DTL-Wettkämpfe mit nur vier Turnern: Philip Sorrer, der Ex-Straubenhardter Daniel Weinert, Alexander Maier und der Russe Alexey Rostov mussten also jeweils einen Sechskampf turnen. Dass die Schwaben unter dieser Prämisse den Auswärtskampf in Cottbus gewannen, ist aller Ehren wert.

Für das schwäbische Duell in Straubenhardt wird Felix Pohl im MTV-Team zurückerwartet. „Ich denke, dass er außer Boden und Sprung alle vier Geräte turnt“, sagt Dirk Walterspacher, der großen Respekt vor dem Gegner hat. „Das ist eine routinierte Mannschaft, und Rostov ist einer der besten russischen Sechskämpfer.“

Auch wenn der starke russische Neuzugang David Belyavskiy bei der KTV fehlt und Vinzenz Haug sowie Tobias Radoi ausfallen, haben die Straubenhardter einiges aufzubieten. Marcel Nguyen und Bretschneider, die mit Verletzungen in die Saison gestartet waren, kommen immer mehr in Schwung. Nils Dunkel kann bis zu fünf Geräte turnen, Routinier und Vereinstrainer Anton Fokin ist an seinen Geräten eine Bank.