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Wenigstens auf Zakarias Berg (in Rot) war Verlass bei der klaren Ispringer Niederlage im Bundesliga-Topduell gegen den KSV Aalen.  PZ-Archiv, Ripberger
Wenigstens auf Zakarias Berg (in Rot) war Verlass bei der klaren Ispringer Niederlage im Bundesliga-Topduell gegen den KSV Aalen. PZ-Archiv, Ripberger
27.11.2016

Bundesliga: Ispringer Ringer kassieren in Aalen deftige 4:17-Niederlage

Aalen/Ispringen. Ringer-Bundesligist KSV Ispringen stand gestern Nachmittag beim KSV Aalen 05 vor einem Debakel: Hatte man das Team von der Ostalb noch im Vorkampf mit 9:7 bezwungen, handelte man sich nun eine unerwartet hohe 4:17-Niederlage ein.

Nach dem Kampf klagte Alen Kovacevich, der Sportliche Leiter des KSV Ispringen, „dass wir durch einige Verletzungsausfälle nicht in der erhofften Besetzung antreten konnten, doch Aalen wäre an diesem Tage kaum zu bezwingen gewesen“. Die Schwaben konnten „in absoluter Topbesetzung antreten, wobei Weltmeister Vladimir Kinchegashvili vom Kampf am Vorabend in Nendingen sein Gewicht von 64,4 auf 60,9 Kilogramm reduziert hatte.

Den Rückschlag sollte der KSV Ispringen verschmerzen, denn ein Start in der Endrunde ist kaum gefährdet, zu klar sind die Abstände gegenüber dem Tabellenfünften KSV Köllerbach. Die Ispringer müssen am kommenden Samstag in Nendingen antreten ehe es am 10. Dezember zum Derby gegen Weingarten kommt.

Nachholkampf fraglich

Ungewollten Ärger beim KSV, dass der Deutsche Ringer-Bund (DRB) erneut einem Athleten ein Nachholkampf zusagte, denn Erik Thiele kämpfte am vergangenen Donnerstag erfolglos beim „Golden-Grand-Prix“ in Baku. So geht dessen Kampf gegen Ispringens Nick Matuhin vorläufig mit 0:0 in die Wertung, ob der Nachholkampf bei dem klaren Ergebnis für Aalen stattfindet, muss man abwarten.

Schon früh bahnte sich ein Debakel für den KSV Ispringen an, der zur Pause mit 0:10 und nach sieben Kämpfen mit 0:17 deutlich im Hintertreffen lag. Dreierwertungen mussten der erstmals eingesetzte Anders Rönningen, Ivan Guidea und Felix Radinger an die Gastgeber abgeben. Knapp war es lediglich beim 1:2 von Hartuyanyan gegen den Ex-Weingartener Deniz Menekse.

Wie entfesselt

Der Siegeszug der Aalener war nicht aufzuhalten, die wie entfesselt kämpften: Michael Kaufmehl kassierte eine ebenso deutliche Niederlage wie anschließend Kevin Henkel gegen den Junioren-Weltmeister von 2013 Selahattin Kilicsayallan. Auf Zakarias Berg war indessen Verlass, der Mateusz Wolny gut im Griff hatte.

Überraschend stark schlug sich Fabian Fritz bei seinem 5:3-Erfolg über Kaderringer Damian Hartmann, ehe am Schluss Kakhaber Khubezthy das Duell zweier Weltklasseathleten mit 10:9 gegen den Türken Soner Demirtas für sich entschied.