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Mustafa Güngör (rechts), Kapitän der Rugbyspieler des TV Pforzheim, erhielt im Spiel gegen den TSV Handschuhsheim kurz vor Schluss eine Rote Karte. Trainer John Willis nahm ihn in Schutz: Güngör, sonst eher ein Vorbild an Fairness, habe sich nach einer Reihe von unfairen Attacken und Tritten ins Gesicht ihn nur gewehrt.
Mustafa Güngör (rechts), Kapitän der Rugbyspieler des TV Pforzheim, erhielt im Spiel gegen den TSV Handschuhsheim kurz vor Schluss eine Rote Karte. Trainer John Willis nahm ihn in Schutz: Güngör, sonst eher ein Vorbild an Fairness, habe sich nach einer Reihe von unfairen Attacken und Tritten ins Gesicht ihn nur gewehrt. © Jürgen Keller/PZ-news-Archiv
01.12.2013

Bundesliga: Pforzheimer Rugby-Team gewinnt Spiel, aber verliert Kapitän durch Rote Karte

Heidelberg/Pforzheim. Spiel gewonnen, Kapitän verloren – bis kurz vor Schluss lief am fünften Spieltag in der Rugby-Meisterrunde alles nach Plan für den Bundesligisten TV Pforzheim. Die Löwen vom TSV Handschuhsheim hatten beim 43:0-Sieg der Pforzheimer Rhinos trotz unermüdlicher Bemühungen keine Chance, das starke Abwehrbollwerk des TVP zu durchbrechen. Kurz vor dem Abpfiff gab es dann eine Auseinandersetzung, die TVP-Kapitän Mustafa Güngör und TSV-Spieler Mathias Pipa die Rote Karte bescherte.

Güngör, der auch schon Kapitän der deutschen 7er-Rugby-Nationalmannschaft war, gilt gemeinhin als fair, ruhig und besonnen. Dass er sich zu einer Handgreiflichkeit hinreißen ließ, erklärte TVP-Trainer John Willis mit einer Vielzahl unfairer Attacken und versteckter Fouls gegen Güngör. Darunter seien mehrere Tritte ins Gesicht gewesen. „Das war Selbstverteidigung“, sagte Willis. Doch Günör wird wohl mindestens zwei Spiele aussetzen müssen – damit fehlt eine zentrale Spielfigur für das schwierige Rückspiel gegen Meister Heidelberger RK.

Handschuhsheim hatte es dem Favoriten aus Pforzheim lange sehr schwer gemacht. Der TVP benötigte verhältnismäßig lange, um den ersten Versuch durch Tim Kasten zu legen. Die aufopferungsvoll kämpfenden Heidelberger Vorstädter wurden erst nach der Pause müde. auf der anderen Seite stand die TVP-Defensive: „Wir haben heute als Team sehr gut gespielt und waren in der Abwehr viel besser als gegen Heusenstamm“, freute sich Trainer Willis.

Pforzheimer Versuche: Tim Kasten (2), Manasah Sita, Udo Schwarz, David Schulz, Russell Kupa und Tom Tropartz

Erhöhungskicks: David Schulz (1 von 3), Jeremy te Huia (3 von 4)