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Lokalderby in der C-Klasse: Joachim Kieslinger vom FC Schellbronn II (links) im Spiel gegen den FC Steinegg mit Erik Pelters. Foto: Ripberger
Lokalderby in der C-Klasse: Joachim Kieslinger vom FC Schellbronn II (links) im Spiel gegen den FC Steinegg mit Erik Pelters. Foto: Ripberger
13.08.2015

C-Klasse für viele Teams eine ungeliebte Heimat

Eine leichte Geburt war die Einführung der C-Klassen im Fußballkreis Pforzheim nicht. Als erstmals in der Saison 2012/13 im neuen „Unterhaus“ gekickt wurde, waren dort fast ausschließlich Reservemannschaften beheimatet. Die Aufteilung erfolgte in fünf Staffeln mit sehr unterschiedlicher Teamstärke – die Bandbreite reichte von sechs bis zu zwölf Teams.

Vier Jahre später hat sich manches geändert. Inzwischen gibt es nur noch drei in etwas gleich stark besetzte Staffeln. Wurden zu Beginn jeder bereits bestehenden Spielklasse auf Kreisebene – Kreisliga und je zwei Kreisklassen A und B – eine eigene C-Klasse zugeordnet, erfolgt die neue Einteilung jetzt nach rein regionalen Gesichtspunkten: In der Kreisklasse C 1 finden sich die Teams aus dem Großraum Mühlacker und einige Pforzheimer Teams; die Kreisklasse C 2 umfasst die Vereine aus dem Enztal und dem Nagoldtal (Schwarzwald); die C-Klasse 3 deckt den Nordwesten des Enzkreises ab, von Keltern bis Neulingen. „Wir wollten die Fahrtstrecken überschaubar halten“, sagt der Kreisvorsitzende Benjamnin Pieper.

Außerdem wurden die Spielpläne so synchronisiert, dass die zweiten Mannschaften immer gemeinsame Heimspieltermine mit ihrer „Ersten“ haben.

Mehr erste Mannschaften

Im vierten Jahr ist die C-Klasse aber auch zunehmend Heimat für erste Mannschaften geworden. Der Türkische SV Mühlacker sowie die PSG und der VfB Pforzheim in der Kreisklasse C 1, der ASV Arnbach, der VfL Höfen und der FC Steinegg in der C 2 sowie der FC Baden Darmbach und der SV Ottenhausen in der C 3 sind im „Unterhaus“ aktiv. Kommende Saison könnte noch der FV Neuenbürg dazustoßen. Nachdem der Verein vergangene Saison sein Team aus der B-Liga zurückgezogen hatte, denkt man an der Enz über eine Rückkehr 2016 nach.

Die Einstellung zur untersten Spielklasse ist unterschiedlich. Der VfB Pforzheim, der sogar mit zwei Teams in verschiedenen C-Klassen-Staffeln vertreten ist, findet die Liga „fußballerisch okay“. Trainer Carsten Buhr, zuletzt als Spielleiter im Verein tätig, möchte keine großen Töne spucken. „Wir müssen ordentlich arbeiten, diszipliniert auftreten. Unsere Performance muss stimmen“, sagt der Coach. Nachdem sein Club in der Vergangenheit einige Probleme hatte, will er vor allem „Fairplay, Respekt und Toleranz“ in den Fokus stellen. Sportlich gilt der Fokus der 1. Mannschaft. „Wenn dann auch noch der Aufstieg glückt, nehmen wir das gerne mit.“

Etwas anders sieht man die Liga beim FC Ispringen. „Nichts wie raus hier“, lautet das Motto, das Markus Prassl von der sportlichen Leitung ausgibt. Vor allem den löchrigen Spielplan empfindet man bei der FCI-Reserve als Problem. „Teilweise hat man drei Wochen kein Spiel.

Da ist es schwierig, die Spieler bei der Stange zu halten und zu motivieren“, sagt Prassl. Hier ein kurzer Überblick über die drei Staffeln.

Kreisklasse C 1 Pforzheim

Die beiden Pforzheimer Clubs VfB und PSG gelten in der Einser-Staffel als große Favoriten, auch den Reserven der Spfr. Mühlacker II und Fatihspor Pforzheim wird etwas zugetraut. Die Fatihspor-Kicker geben sogar ganz selbstbewusst Platz eins als Ziel aus.

Kreisklasse C2 Pforzheim

Die Konkurrenz ist sich (fast) einig: Meister wird der VfL Höfen. Da nützt es den Enztälern wenig, dass sie ihr Saisonziel mehr oder weniger bescheiden mit „Oberes Tabellendrittel“ definieren. Immerhin zählt ja Platz eins auch zu diesem „Drittel“. Vor allem die Verpflichtung von Roberto Stoffel hat für Aufsehen gesorgt.

Für den FV Wildbad traf er 30-mal in zwei Spielzeiten in der Kreisklasse A (2012 bis 2014), vergangene Saison war er für den Fast-Absteiger FV Langenalb in der Kreisliga immerhin achtmal erfolgreich.

Kreisklasse C3 Pforzheim

Uneinheitlich ist das Bild, das die dritte C-Staffel bietet. Für eine spannende Saison spricht, dass gleich fünf Teams mehr oder weniger hohe Ansprüche anmelden: Der FC Ispringen II (Aufstieg), der FC Nußbaum II (besser als Platz 3), die SG Ölbronn/Dürrn II (Platz 2 bis 5), der SV Ottenhausen (Platz 1 bis 5) und der TSV Weiler (Um den Aufstieg mitspielen). Wer da am Saisonende wohl enttäuscht zurückbleibt?